| Duisburger Giacometti-Schau stärker bewacht |
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| Donnerstag, 04. Februar 2010 um 17:36 Uhr | ||
Duisburg (dpa/lnw) - Die Ausstellung mit rund 120 Werken von Alberto Giacometti (1901-1966) soll nach dem Weltrekordpreis für eine Skulptur des Schweizer Bildhauers jetzt schärfer bewacht werden. «Es gibt jetzt eine andere Begehrlichkeit im Publikum», sagte am Donnerstag der neue Direktor des Duisburger Museums, Prof. Raimund Stecker. Andererseits werde das auf Bildhauerei spezialisierte Duisburger Lehmbruck Museum mit der größten Giacometti-Sammlung in Deutschland «unglaublich aufgewertet», sagte der Museumschef der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Kehrseite des Rekordes bestehe darin, dass jetzt öffentliche Sammlungen noch weniger Werke des Künstlers erwerben könnten.
Noch bis zum 18. April zeigt das Haus die Ausstellung mit Plastiken, Gemälden und Zeichnungen, die sich um die Skulptur «Die Frau auf dem Wagen» (1945) gruppieren. Hierfür hatte der Schweizer erstmals die große Form gewählt. Seine zerbrechlich wirkenden, überlängten Menschenbilder wurden später weltbekannt.
Als «Sensation auch für uns» bezeichnete der Kurator der Duisburger Giacometti-Ausstellung, Gottlieb Leinz, die in London für das Werk «Schreitender Mann» erzielten 74 Millionen Euro. Er erwartet jetzt einen noch größeren Ansturm auf die Kunstschau. Der Weltrekord- Preis sei «eine Anerkennung unseres Künstlers, der so lange zu uns gehört hat». Im Jahr 1986 hatte das Duisburger Museum das Schlüsselwerk «Frau auf dem Wagen» als einzige Gipsskulptur in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland erwerben können.
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