| Ausstellung über Architekten der Künstlerkolonie |
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| Donnerstag, 04. Februar 2010 um 18:14 Uhr | ||
Darmstadt (dpa/lhe) - Erstmals seit 27 Jahren wird die Arbeit des Architekten der Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe umfassend in einer Ausstellung gewürdigt. «Joseph Maria Olbrich 1867- 1908» heißt die Retrospektive. Die Mathildenhöhe präsentiert sie von diesem Sonntag (7.2.) an bis zum 24. Mai. Gezeigt werde ein «großer Erneuerer der Architektur und Lebensgestaltung um 1900», teilte das Institut Mathildenhöhe am Donnerstag mit. Bereits mit seinem spektakulären Frühwerk, dem Gebäude der Wiener Secession (1898), sei Olbrich eine «Architektur von bahnbrechender Wirkung» gelungen. Er verwirklichte Projekte in ganz Europa sowie den Vereinigten Staaten.
«Joseph Maria Olbrich ist zum Zeitpunkt seines frühen Todes eine Schlüsselfigur der zeitgenössischen Architektur und Weltgestaltung», erklärte Institutsdirektor Ralf Beil. Trotzdem sei Olbrich «heute der "große Unbekannte"» unter den Wiener Architekten.
Gezeigt werden bisher unveröffentlichte Materialien über den gebürtigen Österreicher. Die Schau ist eine Zusammenarbeit mit dem Leopold Museum Wien und der Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin. Das Wiener Museum stellt die Exponate vom 18. Juni bis zum 27. September aus.
(Service, Ausstellungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, donnerstags 10 bis 21 Uhr; Eintrittpreis: acht Euro; zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, Hatje Cantz Verlag, 456 Seiten, 512 Abbildungen, 39 Euro; außerdem gibt es ein Hörbuch für 16,80 Euro).
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