| Tappert, Heckel und Co. 2010 auf Gottorf |
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| Donnerstag, 04. Februar 2010 um 20:00 Uhr | ||
Schleswig (dpa/lno) - Akte, Akte, Akte - mit einer Schau von Georg Tappert beginnt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte das Ausstellungsjahr 2010. Die 70 Zeichnungen und Aquarelle zeigten auf Schloss Gottorf vor allem Frauen, sagte Kuratorin Gesa Bartholomeyczik am Donnerstag in Schleswig. «Der Akt ist ein großes Thema», betonte sie. Tappert (1880 bis 1957), der zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Berliner Kunstszene vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte, zeichnete die Frauen-Akte sitzend, stehend, schlafend oder kauernd, auf Tuch, im Kleid oder in Reizwäsche. Seine Zeichnungen von Nackttänzerinnen und Frauen, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, seien unverblümt zupackend, erläuterte Bartholomeyczik. Die Schau wird am Sonntag eröffnet und läuft bis zum 6. Juni.
Noch im Februar wird eine Ausstellung des Hamburger Bildhauers Klaus Kütemeier eröffnet. Erstmals überhaupt zeige ein Museum eine Retrospektive seines Schaffens, sagte der Direktor des Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte, Jürgen Fitschen. Zudem sind in diesem Jahr zwei Ausstellungen von Erich Heckel geplant, eine davon von Ende April an in Kooperation mit dem Brücke Museum in Berlin. «Sie zeigt sein gesamtes Schaffen mit einem Schwerpunkt auf seine frühe Zeit», sagte die Kuratorin Uta Kuhl. Die zweite Schau mit Aquarellen sei eine Wanderausstellung, die im Anschluss in Emden gezeigt werde.
Knieende weibliche Figur, Klaus Kütemeier
Das zur Stiftung schleswig-holsteinische Landesmuseen gehörende Jüdische Museum in Rendsburg beschäftigt sich im Sommer mit dem Hamburger Beiersdorf-Unternehmer und Mäzen Oscar Troplowitz, der außer seinen Erfindungen wie Nivea, Labello und tesa auch Kunstwerke sammelte und junge Kunstler unterstützte. Im Volkskunde Museum in Schleswig geht es von September an um «Krawall - Unruhige Zeiten 1840 bis 2010». In der landes- und polizeigeschichtlichen Ausstellung steht die Auflehnung gegen das staatliche Gewaltmonopol im Vordergrund - von der schleswig-holsteinischen Erhebung gegen die dänische Herrschaft im 19. Jahrhundert über die Revolution 1918/1919 und Studentenproteste der 1968er bis zur Anti-Atomkraftbewegung in den 1970er und 1980er Jahren. |

























































