| Horst-Janssen-Museum mit doppeltem Bilanz-Plus |
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| Donnerstag, 04. Februar 2010 um 20:04 Uhr | ||
Oldenburg (dpa/lni) - Deutlich gestiegene Besucherzahlen und Einnahmen hat das Oldenburger Horst-Janssen-Museum am Donnerstag in seiner Jahresbilanz 2009 präsentiert. Maßgeblich beteiligt am Besucher-Plus von knapp 8000 auf 49 000 war eine Andy-Warhol-Schau, die fast 20 000 anlockte. Um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Sponsoring und Spenden auf insgesamt 253 000 Euro. Höhepunkte des neuen Ausstellungsjahres, in dem das kommunale Grafikmuseum seinen zehnten Geburtstag feiert, sollen «Grafik ohne Grenzen» als Kooperation mit Krakau und Wien sowie eine Picasso-Ausstellung werden.
«Ich bin stolz auf mein Team», sagte Friedrich Scheele, der vor einem Jahr sein Amt als Direktor aller kommunalen Museen und Kunsthäuser in Oldenburg antrat. Das kleine Team besteht aus zwei Teilzeit-Wissenschaftlerinnen und einer Vollzeitkraft für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Am Gesamtetat in Höhe von 456 000 Euro ist nach Museumsangaben die Stadt mit einem Zuschuss von 202 500 Euro beteiligt.
Zu den Vorjahreserfolgen gehört auch eine deutliche Verjüngung des Publikums. Die Zahl der Schüler hat sich auf 6000 verdoppelt. Hauptattraktion bei der Jugend war Pop-Art-Ikone Warhol. Deutschlandweite Resonanz fand die Retrospektive aus Anlass des 80. Geburtstags von Horst Janssen (1929 - 1995), die mit 17 000 Besuchern Nummer zwei der Hitliste wurde. Die meisten Gäste kommen nach wie vor aus Norddeutschland und vor allem aus Oldenburg und Umgebung.
«Wir wollen uns als internationales Grafikmuseum europaweit platzieren», umschreibt Scheele das ehrgeizige Ziel seines Konzepts. Dazu gehören neben der Pflege und Erforschung des Werks von Horst Janssen, dem nach wie vor eine Dauerausstellung gewidmet ist, Sonderausstellungen mit Kunst aus allen Epochen. Für 2011 wird als bislang aufwendigste Ausstellung ein Romantik-Projekt geplant. Den Anstoß dazu habe Horst Janssens Radierzyklus «Caspar David Friedrich» gegeben, eine Dauerleihgabe des Vereins der Museumsförderer.
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