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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Van de Veldes Kunstgewerbeschule in neuem Glanz PDF Drucken E-Mail
Freitag, 05. Februar 2010 um 20:16 Uhr

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Weimar (dpa/th) - Die einstige Kunstgewerbeschule des belgischen Jugendstil-Architekten Henry van de Velde (1863-1957) in Weimar erstrahlt in neuem Glanz. Das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Gebäude wurde am Freitag nach umfangreichen Bauarbeiten feierlich wieder eröffnet. Der in den Jahren 1905/1906 von dem weltbekannten Künstler als Werkstatt- und Atelierhaus errichtete Winkelbau war seit 2008 nach historischem Vorbild mit Millionenaufwand saniert worden. Er ist Teil eines Kunstschulensembles, das 1919 Gründungsort des Staatlichen Bauhauses Weimar war. Heute beherbergt das Gebäude die Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar.   

 

Thüringen steckte nach Angaben der Landesregierung sieben Millionen Euro in die Sanierung. Dabei wurden Schäden in der Bausubstanz durch Hausschwamm beseitigt und seit den 1950er Jahren vorgenommene, teils gravierende bauliche Veränderungen wieder rückgängig gemacht. Unter anderem wurde ein verbauter Ausgang wieder geöffnet und nach den Plänen des belgischen Architekten saniert. Die ehemaligen Werkstätten erhielten offene Galerien, um sie als Arbeits- und Atelierräume nutzen zu können. Der Van-de-Velde-Bau soll von April an wieder für die Ausbildung der Studenten an der Universität zur Verfügung stehen.   

 

Weimar: Henry van de Velde in der Bauhaus-Universität

 

Van de Velde hatte das Gebäude für sein 1902 gegründetes privates kunstgewerbliches Seminar sowie für die großherzogliche Bildhauerschule entworfen und gebaut. Nach seinem Weggang aus Weimar 1917 wurde es von den Schülern des Staatlichen Bauhauses genutzt. Unter Lehrern wie Lyonel Feininger, Gerhard Marcks und Johannes Itten erhielten sie hier eine handwerkliche Ausbildung, unter anderem in der Schmiede, Buchbinderei und Weberei. Im Van-de-Velde-Bau entwarf Wilhelm Wagenfeld 1923/1924 seine berühmte Tischleuchte.   

 

Das Weimarer Kunstschulensemble, zu dem außerdem das bereits sanierte Universitätshauptgebäude gehört, entstand zwischen 1904 und 1911 und gilt als eine der wichtigsten Arbeiten van de Veldes. Es steht seit 1996 auf der UNESCO-Liste der Welterbestätten. In unmittelbarer Nachbarschaft der historischen Bauten soll die Bauhaus- Universität eine neue Versuchshalle und ein neues Forschungsgebäude erhalten, wie Thüringens Bau-Staatssekretärin Marion Eich-Born anlässlich der Wiedereröffnung am Freitag ankündigte. Die Arbeiten für die Versuchshalle und die Planungen für das Forschungsgebäude sollen in diesem Jahr beginnen.

 

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