| Skulpturen und Zeichnungen von Pankok in Langenfeld |
|
|
|
| Sonntag, 07. Februar 2010 um 19:58 Uhr | ||
Langenfeld (dpa/lnw) - Otto Pankoks Holzschnitt mit der Darstellung des Christus, der ein Gewehr zerbricht, wurde zu einem Emblem der deutschen Friedensbewegung. Mit Skulpturen und Zeichnungen gibt das Kulturelle Zentrum in Langenfeld jetzt einen Gesamtüberblick über das umfangreiche Lebenswerk des Künstlers (1893-1966). Ab Sonntag bis zum 25. April sind die Werke des Malers, Zeichners und Holzschneiders zu sehen, der als einer der Hauptvertreter des expressiven Realismus in Deutschland immer wieder Menschen, Tiere oder Landschaften dargestellt hat.
Unübersehbar an seinem großen Vorbild Vincent van Gogh orientierte sich der Maler aus Mülheim für seine Kohlezeichnung «Bretonisches Haus» (1966), vor dessen grober Steinfassade ein kleiner Hund kauert. Die Porträtbüste «Dinili», 1932 in stilistischer Nähe zu Rodin entstanden, ist Denkmal für die von Pankok mit besonderer Sympathie porträtierten «Zigeuner», die schon bald Opfer des NS-Rassenwahns werden sollten. Das Selbstbildnis des pazifistisch engagierten Künstlers von 1936 zeigt einen alttestamentarisch wirkenden Männerkopf mit wildem Bart und Mähne, der als Prophet vor einer düsteren Zukunft zu warnen scheint.
Die Bilder und Plastiken stammen aus dem Nachlass des Künstlers, der von seiner Tochter Eva Pankok betreut wird. Das Lebenswerk Pankoks umfasst unter anderem über 6000 Kohlezeichnungen und 200 Skulpturen.
Mehr über Otto Pankok Tags: pankok
|
























































