| Kunstmäzen Vilar zu neun Jahren Gefängnis verurteilt |
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| Sonntag, 07. Februar 2010 um 20:02 Uhr | ||
New York (dpa/lsw) - Der international tätige Kunstmäzen und langjährige Förderer des Festspielhauses in Baden-Baden, Alberto Vilar, muss ins Gefängnis. Der 69-Jährige wurde wegen Veruntreuung von Investorengeldern zu neun Jahren Haft verurteilt. Ein Richter verkündete das Strafmaß am Freitag (Ortszeit) in New York. Der gebürtige Kubaner war bereits im November 2008 wegen Investmentbetrugs, Urkundenfälschung und Geldwäsche für schuldig erklärt worden. Dem 69-Jährigen drohten bis zu 20 Jahre Haft für die Veruntreuung von 22 Millionen Dollar (16,1 Millionen Euro).
«Sie haben das Kapital der Investoren so benutzt, als wäre es ihr eigenes. Dieses Verhalten kann nicht toleriert werden», sagte Richter Richard J. Sullivan laut «New York Times». Vilar war Sponsor unter anderem der Bayreuther und Salzburger Festspiele, der Metropolitan Opera in New York und des Royal Opera House in London. Seine Spenden für Oper, Ballett und Orchester sollen sich weltweit auf rund 225 Millionen Dollar (knapp 180 Millionen Euro) belaufen haben.
Schon vor seiner Verhaftung 2005 hatte es Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten des Mäzens gegeben, da er vielfach Zahlungsversprechen nicht einhalten konnte. Ende der 90er Jahre gehörte Vilar zu den Gönnern und Stiftern des zu Beginn chronisch finanzschwachen Baden-Badener Festspielhauses.
Vilar kontrollierte unter anderem die Anlagegesellschaft Amerindo Investment Advisors Inc., die beim Technologiekollaps an der Börse stark gelitten hatte.
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