| Expressionistische Kunst im Fokus |
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| Sonntag, 07. Februar 2010 um 20:06 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Staatsgalerie Stuttgart feiert vom 6. März an einen Glücksgriff: In der Ausstellung «Brücke Bauhaus Blauer Reiter» stellt sie erstmals rund 180 der etwa 250 expressionistischen Werke der «Sammlung Max Fischer» vor, die dem Museum Ende 2008 als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Originale Handzeichnungen und Druckgrafiken von Ernst Ludwig Kirchner werden dabei sein, Holzschnitte und Lithographien von Edvard Munch sowie Ölgemälde von Max Beckmann, Oskar Kokoschka, Franz Marc, Emil Nolde und anderen Meistern der gefühlsstarken Kunst.
«Die Dauerleihgabe ist für uns schon eine Sensation», sagte eine Sprecherin der Staatsgalerie. Zuletzt hatten sie ihrer Einschätzung nach 1998 eine vergleichbare Sammlung zur Verfügung gestellt bekommen. Dadurch, dass die Staatsgalerie einen so großen Teil der Werke in der Sonderausstellung zeige, wolle sie auch das künstlerische Gespür des Sammlers würdigen.
Der Chemiker und Unternehmer Max Fischer (1886-1975) hatte die heute hoch geschätzten Arbeiten seit 1920 zusammengetragen. «Er pflegte Kontakte zur Stuttgarter Kunstszene und zu anderen Sammlern», sagte die Sprecherin. Seine Erben, die anonym bleiben möchten, haben die Werke schließlich dem Museum auf unbestimmte Zeit anvertraut.
Die Sonderausstellung dauert bis zum 20. Juni. Welche Werke danach vielleicht in der hauseigenen Sammlung präsentiert werden, stehe noch nicht fest, sagte die Sprecherin. Mitarbeiter der Staatsgalerie nennen die Präsentation übrigens meist nur kurz BBB. «Der eigentliche Titel ist etwas zungenbrecherartig», sagte Direktor Sean Rainbird. Wenn man ihn schnell ausspreche, werde Bauhaus schnell mal zu Brauhaus.
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