Stiftung Bauhaus Dessau lädt am 21. Februar 2010 Dessauerinnen und Dessauer in
die Ausstellung „bauhausstadt“ ein – Freier Eintritt zu Führungen und Gesprächen
Das Bauhaus steht in Dessau – das wissen über 100.000 Gäste aus aller Welt, die die Ikone der Moderne jährlich besuchen. Doch wie stehen die Bürger der Stadt Dessau-Roßlau selbst zu „ihrem“ Bauhaus? Und welche Rolle spielt die ehemalige Hochschule mit dem weltberühmten Namen für „ihre“ Stadt? Fragen, denen die Ausstellung „bauhausstadt“ im Bauhausgebäude bereits seit Dezember 2009 nachgeht. Sie beschäftigt sich mit einer ganz besonderen Stadt, mit großartigen Zeiten, aber auch bitteren Rückschlägen, mit Aufbruch, aber auch tiefer Ratlosigkeit – Gefühlen, die in Dessau-Roßlau bis heute anhalten. Vor allem aber will sie die Dessauerinnen und Dessauer zum Gespräch anregen und einen Beitrag leisten zu der Leitbilddebatte, die die Stadt seit Jahren umtreibt.
„Es ist uns viel daran gelegen, zu einem echten, nicht wegzudenkenden Teil dieser Stadt zu werden“, so Philipp Oswalt, Kurator der „bauhausstadt“ und Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau. „Das Bauhaus ist seit langem Gegenstand einer mal mehr, mal weniger heftig geführten Diskussion. Daran hat sich die Stiftung gerade in den vergangenen Jahren viel zu wenig beteiligt. Wir arbeiten intensiv daran, das zu ändern. Dessau und das Bauhaus sind keineswegs nur geographisch eng verbunden – sondern seit über achtzig Jahren nicht mehr ohne einander denkbar. Das muss in Dessau-Roßlau spürbar werden. Zurzeit entwickeln wir dazu ein Reihe neuer Angebote für die Bürger der Stadt. Am 21. Februar sagen wir dazu mehr.“

Die „bauhausstadt“ steht damit auch für ein neues, intensiveres Verhältnis der Stiftung Bauhaus Dessau zu ihrer Stadt, für die Bestrebungen, sich noch stärker als bisher lokal und regional zu verorten und zugleich zu öffnen. Diese Öffnung nehmen wir am 21. Februar 2010 wörtlich: Ab 10 Uhr heißt es „open bauhaus“ – zum „Dessau-Tag“ der Ausstellung. Einen ganzen Tag lang gehört die „bauhausstadt“ den Dessauerinnen und Dessauern. Gemeinsam mit Besuchern und Interessierten von außerhalb sind sie eingeladen, bei freiem Eintritt durch die Ausstellung zu gehen, an besonderen Führungen teilzunehmen und bei einem offenen Stadtgespräch dabei zu sein. Zugleich ist der 21. Februar die letzte Gelegenheit für einen Blick auf Hugo Junkers’ Badeöfen: Der „Dessau-Tag“ im Bauhaus wird die Junkers-Ausstellung abschließen, die die Stif- tung Bauhaus Dessau gemeinsam mit Junkers’ Enkel Bernd anlässlich der „Langen Hugo-Junkers-Nacht“ am 3. Februar eröffnet hatte.
10.30 Uhr
Führung für Familien mit Heike Donath, Stiftung Bauhaus Dessau
13 Uhr
durch die „bauhausstadt“ mit Kuratorin Regina Bittner
15 Uhr
ein Blick auf die Ausstellung mit dem Dessauer Architekten Dieter Bankert
17 Uhr
Oberbürgermeister Klemens Koschig führt durch seine „bauhausstadt“
Daneben gibt es Neues aus der Stiftungsarbeit, von 13 bis 17 Uhr einen Postkarten-Workshop für Kinder und einen vom Bauhausdirektor persönlich betreuten Bauklötzeteppich, auf dem Kinder ihre Vorstellung vom Bauhaus in Holz umsetzen können.
Die „Vorgruppe“ zum Dessau-Tag
Mit der Kuratorin durch die Ausstellung am 17. Februar 2010
Bereits vier Tage vor dem großen Dessau-Tag bietet die Stiftung Bauhaus Dessau wieder eine kostenfreie Führung durch die aktuelle Ausstellung „bauhausstadt“ an. Die mittlerweile zweite Veranstaltung der Reihe „Mit den Kuratoren durch die bauhausstadt“ findet am 17. Februar 2010 um 16 Uhr statt. Kuratorin Regina Bittner wird in ihrer Führung hauptsächlich auf den Bereich in der Ausstellung eingehen, in dem aktuelle Debatten und Projekte thematisiert werden. Anschließend sind die Gäste zu Gesprächsrunden bei Kaffee eingeladen. So ist Gelegenheit, über die Bauhausstadt Dessau gestern und heute zu sprechen, miteinander in den Dialog zu treten, Vergangenes und Künftiges näher zu betrachten. Die Führungen werden von der Firma Miele KG & Cie. unterstützt, die zu den Sponsoren der Ausstellung „bauhausstadt“ zählt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Termin: 17. Februar 2010 um 16 Uhr
Treffpunkt: Ausstellungskasse im Bauhausgebäude (Gropiusallee 38, 06846 Dessau-Roßlau)
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