| 26,2 Millionen Euro für Sammlung Lenz Schönberg |
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| Donnerstag, 11. Februar 2010 um 20:13 Uhr | ||
London/Kronberg (dpa/lhe) - Die Sammlung Lenz Schönberg mit Werken der Düsseldorfer Künstlergruppe «Zero» hat sich bei einer Auktion in London als Renner erwiesen. Die knapp 50 Arbeiten aus der Sammlung des Ehepaares Anna und Gerhard Lenz, die früher im Kronberger Ortsteil Schönberg im Taunus gelebt haben, wurden am Mittwochabend bei Sotheby's für 23,2 Millionen Pfund (26,2 Millionen Euro) versteigert - das war doppelt so viel wie erwartet. Darunter wechselte der Feuerabdruck «FEU 88» von Yves Klein für 3,3 Millionen Pfund den Besitzer. Für einen in Kupfer geschnittenen Schlitz von Lucio Fontana wurden auch mehr als drei Millionen Pfund geboten.
Als Überraschung galten aber Werke von Künstlern, die in der breiten Öffentlichkeit bisher eher weniger bekannt waren. So konnten 19 Künstler, darunter Heinz Mack, Otto Piene, Günther Uecker und Jan Schoonhoven, eigene Auktionsrekorde aufstellen, wie Sotheby's mitteilte. «Die "Zero"-Bewegung hat Einzug in den internationalen Kunstmarkt gefunden», sagte Philipp Herzog von Württemberg, Geschäftsführer von Sotheby's Deutschland. Die Sammler Anna und Gerhard Lenz leben heute in der Nähe von Salzburg.
Die «Zero»-Gruppe wurde 1957 gegründet und vereinte wichtige Strömungen der europäischen Nachkriegskunst wie den Neuen Realismus und die «arte povera». Für die Auktion Zeitgenössischer Kunst bei Sotheby's stellte das Sammlerpaar Lenz 49 Werke zur Verfügung. Sie hatten einen Schätzwert von 11,5 Millionen Pfund. «Eine Auktion ist für einen Sammler, der jedes Bild in der Sammlung mit Herzblut über 50 Jahre erobert hat, ein einschneidendes Erlebnis. Dies war eine geplante Aktion für "Zero". Wir haben gewonnen», erklärte das Paar.
Zu der Sammlung gehören insgesamt rund 600 Werke, die bereits in Barcelona, Frankfurt, Madrid und München gezeigt wurden. Anna und Gerhard Lenz wirkten unter anderem im Raum Frankfurt, wo sie viele Werke kauften. Da sie beide im fortgeschrittenen Alter sind, wollen sie die Sammlung verkleinern, um ihre Erben «nicht unnötig zu belasten». Vor der Auktion hatte Gerhard Lenz gesagt, es werde in London wahrscheinlich Kunstgeschichte geschrieben, da «Zero» bisher wenig bekannt sei.
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