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Donnerstag, 11. Februar 2010 um 20:27 Uhr |
Symposium
Freitag, 19. Februar 2010, 15.00 bis 19.30 Uhr, Städel Museum
Die Administration und Direktion des Städel Museums hatten 2008 in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ (Freie Universität Berlin / Universität Hamburg) unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Fleckner ein Vorhaben initiiert, das den widerspruchsvollen Weg des Städelschen Kunstinstituts durch die Jahre des nationalsozialistischen Regimes nachzeichnete.
Ziel des Projekts war es, Geschichte und Museumspolitik des Städelschen Kunstinstituts und der Städtischen Galerie insbesondere im »Dritten Reich« und in der Nachkriegszeit zu untersuchen. Im Rahmen des Forschungsprojektes galt es auch, die Handlungsstrategien von Georg Swarzenski (Direktor des Städelsches Kunstinstituts und der Städtischen Galerie von 1906-1933, Direktor des Städelschen Kunstinstituts von 1906-1937) und Ernst Holzinger (Direktor des Städelschen Kunstinstituts von 1938-1972) in einen kritischen Blick zu nehmen. Auch die Sammlungsgeschichte mit ihren Erwerbungen während des Nationalsozialismus und der große Verlust an Werken der Moderne durch die Aktion »Entartete Kunst« von 1937 sowie die besondere Rolle der Sammler und Mäzene und ihr Verhältnis zum Städel sind dabei differenziert untersucht worden. Für die Zeit nach 1945 wurden sowohl der Neubeginn der Frankfurter Museumsarbeit, aber auch Fragen von Restitution und Wiedergutmachung analysiert.
Der aktuelle Stand des Forschungsprojektes wird nun im Rahmen eines Symposiums zur Diskussion gestellt. Nach einer Einführung in das Thema durch Uwe Fleckner, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und Leiter des Warburg-Hauses, wird Tanja Baensch, Vorsitzende der Richard-Schöne-Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V. Berlin, die Rolle der Städtischen Galerie im Städel Museum bis 1945 beleuchten, während sich Esther Tisa Francini, Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Provenienzforschung am Museum Rietberg Zürich, dem Spannungsfeld zwi-schen privater und öffentlicher Institution und hier insbesondere den Handlungsspielräumen der Direktoren in der Zeit von 1933 bis 1945 widmen wird. Städel-Kuratorin Eva Mongi-Vollmer behandelt in ihrem Vortrag die Gemäldeerwerbungen des Städel von 1933 bis 1945. Die Beschlagnahmung der Kunstwerke in der Städtischen Galerie 1936 bis 1937 steht im Zentrum des Vortrags der Provenienzforscherin am Städel Museum Nicole Roth. Den Ausklang bildet der Vortrag der Kunsthistorikerin Dorothea Schöne zum Thema „Revision, Restitution und Neubeginn. Das Städel nach 1945“. Mit einer abschließenden Diskussion endet das Symposium.
Die Ergebnisse des Symposiums werden in der Schriftenreihe der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ im Akademie-Verlag Berlin im Frühsommer 2010 veröffentlicht werden.
Die Vorträge finden in den Veranstaltungsräumen des Städel Museum statt, der Eintritt ist frei. Der Zugang erfolgt über den Verwaltungseingang in der Dürerstraße 2. Es steht nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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