| Einst Synagoge, heute Bar - Schau in Chemnitz |
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| Freitag, 12. Februar 2010 um 18:54 Uhr | ||
Chemnitz (dpa/sn) - In den Kunstsammlungen Chemnitz sind von Samstagabend an in einer Sonderausstellung 20 Fotografien alter Synagogen und Gebetshäuser in Polen zu sehen. Die erstmals in einem deutschen Museum gezeigten Dokumentaraufnahmen zeigten den Verfall oder Umnutzungen der Gebäude zu Feuerwache, Lagerhalle, Supermarkt, Bar oder Bestattungsinstitut. Die Bilder stammen vom 49-jährigen polnischen Fotografen Wojciech Wilczyk und entstanden zwischen 2006 und 2008. Die Schau ist bis zum 11. April in den Kunstsammlungen zu sehen.
Wilczyk sagte am Freitag in Chemnitz, dass er insgesamt 307 ehemalige Synagogen und Gebetshäuser in Polen fotografiert habe. Diese sind in der Chemnitzer Schau in einer Projektion aus teilweise unterschiedlicher Perspektive zu sehen. Der Krakauer Künstler gab an, 2006 unter anderem durch die Wahl des als national-konservativ geltenden Ministerpräsidenten Jaroslaw Kaczynski zum Ministerpräsidenten zu dem Projekt inspiriert worden zu sein. Er hätte zu Beginn nie gedacht, in welch zumeist bedenklichem Zustand die Gebäude inzwischen seien. Die Bilder sollen laut Wilczyk nach Chemnitz unter anderem in Ungarn, USA und Frankreich gezeigt werden.
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