| Domprediger bittet um Spenden für Kunstschätze |
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| Freitag, 12. Februar 2010 um 18:55 Uhr | ||
Braunschweig (dpa/lni) - Der Braunschweiger Dom braucht dringend Geld für seine Kunstschätze. Um die Konservierung der mittelalterlichen Malereien finanzieren zu können, hat der Domprediger Joachim Hempel nun einen Spendenaufruf gestartet. «Wir benötigen rund 50 000 Euro», sagte er am Freitag. Ein großer Teil der berühmten Wandmalereien konnte in den letzten beiden Jahren bereits mit Mitteln der Domstiftung konserviert werden. Nun steht die Arbeit an der Vierung und am Hohen Chor an. Auch hier finanziere die Domstiftung den größten Teil der Kosten, sagte Hempel. Allerdings sei man auf zusätzliche Hilfe angewiesen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Baumaßnahmen voraussichtlich auf rund 200 000 Euro.
Die Kunstschätze im Braunschweiger Dom stammen aus dem 12. Jahrhundert und sind mit 800 Quadratmetern die größte zusammenhängende mittelalterliche Wandmalerei in Niedersachsen. Im Zentrum der Bildszenen stehen eine Darstellung des «himmlischen Jerusalems» und die Lebensgeschichte Jesu. «Es ist fast ein Wunder, dass die Malerei solch eine lange Zeit und vor allem den zweiten Weltkrieg unbeschadet überlebt hat», sagte Joachim Hempel. Zwar habe es damals durchaus Bombenschäden an der Kirche gegeben. «Das Gewölbe und damit auch die Malerei haben aber stand gehalten.»
Inzwischen löst sich allerdings an vielen Stellen der Putz und die Malereien drohen hinunter zu fallen. Um das Kunstwerk erhalten zu können, sind in diesen Tagen Restaurateure damit beschäftigt, die Gemälde zu reinigen und zu sichern. Dafür stehen sie auf einem 15 Meter hohen Gerüst. «Alleine die Aufbauarbeiten für dieses Gerüst haben vier Wochen gedauert», sagte Hempel. Der Domprediger hofft nun auf zahlreiche Spender, die seinem Aufruf folgen sollen. Prominente Unterstützung hat Hempel bereits: Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und der Landesbischof Friedrich Weber haben die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen.
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