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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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»Im Licht der Lagune. Venetische Meisterzeichnungen in Weimar« PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 16. Februar 2010 um 17:44 Uhr

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Die Graphischen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar umfassen einen bedeutenden Bestand an venetischen Zeichnungen des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Kunst Venedigs faszinierte ganz Europa. Viele Künstler der Lagunenstadt verbrachten als gefeierte Maler und Zeichner wichtige Schaffensjahre in anderen europäischen Metropolen. Insbesondere das 18. Jahrhundert, an dessen Ende Venedig seine staatliche Eigenständigkeit verlor, brachte zauberhafte Kunstwerke hervor. Die Ausstellung, die vom 26. Februar bis zum 16. Mai 2010 im Goethe- Nationalmuseum zu sehen sein wird, zeigt Werke bedeutender Meister dieser Zeit wie Jacopo Amiconi, Nicolo Bambini, Bernardo Bellotto genannt Canaletto, Giovanni Antonio Canal genannt Canaletto, Antonio Molinari, Pietro Antonio Novelli, Giovanni Battista Piazzetta, Francesco Zuccarelli und Antonio Zucchi. Herzstück der Schau sind Zeichnungen der Tiepolo-Familie und -Schule, insbesondere Giovanni Battista Tiepolo, Giovanni Domenico Tiepolo und Lorenzo Tiepolo. Die Kunst des venetischen Festlandes, der »Terra Ferma«, ist mit Bildern von Marco Marcola repräsentiert. Ein weiterer Höhepunkt sind die zartfarbigen und raffiniert komponierten Arbeiten von Anton Maria Zanetti, der im 18. Jahrhundert die Kunst des Chiaroscuro- Farbholzschnittes in Venedig neu begründete.

 

 Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto, Ansicht des Markusplatzes nach Westen vom Nordende der Piazza, 1732, Feder und stellenweise Pinsel in Braun über einer schwachen Kreidevorzeichnung, Papier 285 x 430 mm, © Klassik Stiftung Weimar

Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto, Ansicht des Markusplatzes nach Westen vom Nordende der Piazza, 1732, Feder und stellenweise Pinsel in Braun über einer schwachen Kreidevorzeichnung, Papier 285 x 430 mm, © Klassik Stiftung Weimar

 


Die umfassenden Bestände an venetischen Zeichnungen in den Graphischen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar haben ihren Ursprung in der Zeit um 1800. Bereits Goethe hatte sowohl für seine als auch für die herzogliche Sammlung Werke aus Venetien erworben. In seiner »Italienischen Reise« würdigt er ausführlich die »Biberrepublik«, die er am 28. September 1786 erstmals erreichte – zu einer Zeit, als noch einige der in der Ausstellung vertretenen Künstler tätig waren. Friedrich Schiller hat in seiner Erzählung »Der Geisterseher« (1789) eine der spannendsten Darstellungen von Venedig gegeben, ohne die Stadt jemals gesehen zu haben. Venedig war im Weimar der Goethezeit somit umfangreich präsent. Die Erwerbungen Goethes wurden in den Graphischen Sammlungen bis ins 20. Jahrhundert hinein stets mit großer Kennerschaft ergänzt.

 


www.klassik-stiftung.de/venetische-zeichnungen



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