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Vom 13. Mai bis zum 29. August 2010 zeigt die Klassik Stiftung Weimar im Schiller- Museum Arbeiten von Alexander Olbricht und Marcus Behmer. Beide Künstler gelten bei vielen Kennern und Liebhabern der Graphik als Geheimtipp. Sammler bibliophiler Werke schätzen besonders die zur Gründungsphase des Insel-Verlages entstandenen eigenwilligen Schöpfungen von Alexander Olbricht (1876-1942) und Marcus Behmer (1879-1958). Lebens- und Schaffenszentren der über 40 Jahre freundschaftlich eng verbundenen Künstler waren Weimar und Berlin.
Der aus Breslau stammende und an der dortigen Kunstakademie ausgebildete Alexander Olbricht setzte 1899 seine Studien an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar bei Theodor Hagen fort. In Weimar lernte er um 1902 seinen wichtigsten künstlerischen Gesprächspartner Marcus Behmer kennen. Zunächst freischaffend, wurde Olbricht 1921 zum Professor in der Zeichenklasse an der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Weimar berufen. 1935 wurde er ohne Angabe von Gründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. 1942 verstarb der schwermütige, doch bis zuletzt produktive Künstler.

Marcus Behmer for Dr. Heinz Möller Klischee, 1902
Bildrechte: Marcus Haucke
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Marcus Behmer, dessen künstlerische Ausbildung eher autodidaktische Züge trug, begann durch die Förderung des Schriftstellers und Publizisten Otto Julius Bierbaum graphisch zu arbeiten. 1901 zog er nach München und arbeitete dort als Zeichner und Radierer für den »Simplicissimus« und die »Münchner vereinigten Werkstätten«. Als Illustrator ist er mit Insel, Paul Cassirer, Samuel Fischer, Ernst Rowohlt und der Cranach-Presse Harry Graf Kesslers verbunden. Behmer arbeitete für die Zeitschriften »Die Insel«, »Jugend« und »Ver Sacrum» und war mit Hermann Obrist und Th. Th. Heine bekannt. Bei der Berliner Secession war er mit Illustrationen zu Oscar Wildes »Salomé« vertreten. Behmers Jugendstilkunst der symbolistischen Welt ist von Franz von Stuck ebenso beeinflusst wie von Peter Behrens. In der Zeit des Nationalsozialismus zeitweilig inhaftiert, blieb Behmer auch nach Kriegsende der Ästhetik des Jugendstils verpflichtet.
Aus dem Familiennachlass Olbricht hat die Klassik Stiftung Weimar 150 Zeichnungen erworben. Sein Hauptwerk, der ergreifend melancholische Zyklus fast schon ins Nichts aufgelöster Landschaften »Erster Schnee« aus dem Jahr 1959 und die Serie »24 Zweige« von 1920 stehen im Zentrum. Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek konnte ergänzend 81 bibliophile Werke von Marcus Behmer erwerben. Weitere Blätter von Marcus Behmer sind zum Ankauf vorgesehen und Teil der Ausstellung.
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Die Auskünfte über Marcus Behmer sind dürftig und auch falsch. Behmer hat für die Zeitschrift Die Insel gearbeitet, dort war Bierbaum der Herausgeber. Bereits 1897 zog Behmer nach München. Mit Franz von Stuck und Peter Behrens hat der groteske Jugendstil des Behmer gar nichts gemein, ein Hinweis auf Beardsley wäre legitim, seine Weiterentwicklung des Jugendstilpotentials in expressive oder surreale Formen wurde von dem Berichter nicht verstanden bzw. ist diesem das Werk des Marcus Behmer nicht bekannt.
Die Bildrechte liegen bei mir, hier wäre eine Anfrage richtig, und die Nichtkennzeichnung (Bildrechte: Marcus Haucke) ist eigentlich ärgerlich und wäre als Verstoß gegen Urheberrechte zu einer Abmahnung fähig