| Standort für neues Bauhaus-Museum weiter unklar |
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| Dienstag, 16. Februar 2010 um 19:33 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Die Klassik Stiftung Weimar ist weiter auf der Suche nach einem Standort für das neue Bauhaus-Museum. «Wir sind wieder ganz am Anfang angekommen», sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann am Dienstag in Weimar. Die Empfehlung des Stiftungsrates vom Sommer 2009 für den Theaterplatz ist in der Stadt auf Widerspruch gestoßen. Es zeichne sich eine Mehrheit für einen Standort neben der Weimarhalle ab. Bis zum Sommer müsse diese Frage entschieden werden, um einen Architekturwettbewerb ausloben zu können. Für den Bau habe die zweitgrößte Kulturstiftung Deutschlands 25 Millionen Euro aus Bundes- und Landesgeld zur Verfügung. Das neue Museum über die berühmte Design- und Architekturschule soll bis etwa 2014 fertig sein. Die Sammlungen aus der Frühzeit des Bauhauses können derzeit nur ungenügend in einem umgebauten historischen Kulissenhaus präsentiert werden.
Die Klassik Stiftung muss in diesem Jahr weitere wichtige Pflöcke für ihre Zukunft setzen. Das zentrale Kunstdepot werde derzeit von einem irischen Architekturbüro geplant, das auch für das neue Museum bei den Pyramiden in Ägypten verantwortlich zeichnet. Der Bau soll bis Mitte/Ende 2012 fertig sein. Frühere Kostenschätzungen gingen von etwa 11 Millionen Euro aus. «Diese Zahl ist aber völlig ungesichert», sagte Seemann. «Wir wollen es so gut, so exquisit und so qualitätvoll wie möglich für unser Erbe, die Geldgeber haben aber auch ein Interesse an Einsparmöglichkeiten.»
Der strenge Winter habe derzeit die Sanierung des Goethe- und Schiller-Archivs etwas ins Stocken gebracht. Das älteste deutsche Literaturarchiv wird erstmals in seiner Geschichte generalsaniert und erhält klimatisierte Depots. Bis zum Goethe-Geburtstag 2012 soll zudem die neue Dauerausstellung im Goethe-Nationalmuseum stehen. Nach bisherigen Vorstellungen werde sie vom Werk Johann Wolfgang von Goethes ausgehen und dann den Bogen zum Phänomen Weimars und den anderen Dichtern der deutschen Klassik schlagen.
Nach 90 Jahre Bauhaus im Vorjahr legt die Stiftung in ihren Sonderausstellungen in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts - den «Enkeln» der Goethe-Epoche. «Hinaus in die Natur!» ist vom 14. März an die große Sonderschau über die Weimarer Malerschule überschrieben. Die Thüringer Residenzstadt habe eine wichtige Rolle für die Entstehung des deutschen Impressionismus gehabt, sage Seemann. Max Liebermann sei unter anderem hier Schüler gewesen. Die Schau läuft bis zum 30. Mai und zeigt im Kontext Werke französischer Impressionisten wie Monet und Courbet.
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