|
Am 24. Februar 2010 wird die Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi- Unterlagen (BStU) über die Staatssicherheit der DDR „Feind ist, wer anders denkt“ im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst präsentiert. Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, der Hessische Ministerpräsident Roland Koch und die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, eröffnen sie gemeinsam. Die Ausstellung wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Hessischen Landesregierung „Als die Mauer fiel – Hessen erinnert sich“ gezeigt.
Zeit:
Mittwoch, 24. Februar 2010, 19.30 Uhr
Ort:
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ausstellungshalle
Rheinstraße 23-25, 65185 Wiesbaden
Begrüßung:
Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst
Reden:
Roland Koch, Hessischer Ministerpräsident
Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Im Anschluss Besichtigung. Konrad Felber, Leiter der Außenstelle Dresden der BStU, führt durch die Ausstellung.
Zur Ausstellung
Die Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ wurde im Jahr 2008 in Hamburg zum Tag der Deutschen Einheit erstmals präsentiert und wird jetzt in Wiesbaden gezeigt. Sie wanderte bereits durch mehrere Bundesländer und folgte auch Einladungen ins Ausland, zuletzt nach London. Die Ausstellung stößt auf große Resonanz und reges Interesse besonders bei Schülerinnen und Schülern. Tausende Besucherinnen und Besucher haben sie inzwischen gesehen.
Die Wanderausstellung dokumentiert die Entstehung, Aufgaben und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). An exemplarisch ausgewählten Daten und Ereignissen der DDR-Geschichte wird erläutert, wie das MfS als „Schild und Schwert der Partei“ die Macht der Staatspartei SED sicherte: etwa durch Überwachung der eigenen Bevölkerung, Repressionsmaßnahmen und den Einsatz von Spitzeln, den inoffiziellen Mitarbeitern (IM).
Die Ausstellung umfasst nicht nur die Darstellung des Täterapparates. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schicksal der Menschen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Lebensweisen, die von der Norm abwichen, und politische Vorstellungen, die nicht der Parteidoktrin entsprachen, galten als „staatsfeindlich“ und wurden verfolgt. Anhand ausgewählter Biografien werden die oft gravierenden Auswirkungen der geheimpolizeilichen Verfolgung verdeutlicht.
Besuchszeiten
Die Ausstellung ist vom 25. Februar bis zum 13. März 2010 montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BStU stehen interessierten Besucher- innen und Besuchern für Gespräche und Führungen durch die Ausstellung zur Verfügung. Gruppenführungen sind nach Anmeldung möglich (Tel.: 0611 32-3230).
Begleitprogramm
WEITERBILDUNGSSEMINAR FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER
Donnerstag, 4. März 2010, 14.30 - 17.30 Uhr
Thema: DDR-Staatssicherheit als Thema im Schulunterricht
Referent: Dr. Hans-Peter Löhn, Dozent für historisch-politische Bildung bei der BStU
Ort: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Rheinstr. 23-25, 65185 Wiesbaden
Anmeldungen bis zum 1. März 2010 an: BStU, BF 3 - Sachgebiet Politische Bildung,
Karl-Liebknecht-Straße 31/33, 10178 Berlin, Telefon: 030 2324-8937, Fax: 030 2324-8831,
E-Mail: Hans-Peter.Loehn@bstu.bund.de oder über den Veranstaltungskatalog des Instituts
für Qualitätsentwicklung im Internet
VORTRAG UND DISKUSSION
Dienstag, 9. März 2010, 18.30 Uhr
Thema: Der Staatssicherheitsdienst der DDR – wie er die Bürger überwachte
Referent: Harald Both, BStU
|