| Stadt bestätigt: Kein Bollhagen-Museum in Potsdam |
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| Dienstag, 16. Februar 2010 um 20:01 Uhr | ||
Potsdam/Oranienburg (dpa/bb) - Die Arbeiten der Keramik-Künstlerin Hedwig Bollhagen (1907-2001) werden nicht in einer Dauerausstellung im neuen Haus des Potsdam-Museums zu sehen sein. Einen entsprechenden Bericht der »Potsdamer Neuesten Nachrichten» bestätigte die Pressestelle der Landeshauptstadt am Dienstag. Nur ein Teil der Keramikarbeiten werde in einem «Schaufenster» des Museums ausgestellt. Die Bollhagen-Schau soll nun wahrscheinlich in Velten (Oberhavel) eröffnet werden. Aus der Kreisverwaltung hieß es dazu, man warte die endgültige Entscheidung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ab. Erst dann seien genauere Aussagen zur Konzeption möglich.
Ursprünglich sollte schon im Sommer 2008 eine Dauerschau in Potsdam beginnen, dies verzögerte sich aber durch die Diskussion über Bollhagens Rolle im Nationalsozialismus. Das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Studien kam schließlich zu dem Ergebnis, dass die gebürtige Hannoveranerin zwar wirtschaftliche Vorteile aus der NS- Herrschaft zog. Von einer gezielten Unterstützung des Regimes könne aber nicht die Rede sein. Bekannt wurde Hedwig Bollhagen durch schlichtes Geschirr, das sie mit geometrischen Mustern und blau- weißen Streifen dekorierte.
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