| Messe in Madrid: Kunstmarkt auf Weg aus der Krise |
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| Mittwoch, 17. Februar 2010 um 18:57 Uhr | ||
Madrid (dpa) - Der Kunstmarkt überwindet die weltweite Wirtschaftskrise rascher als andere Märkte. Darauf wies die Direktorin der Internationalen Messe für Zeitgenössische Kunst (ARCO), Lourdes Fernández, in Madrid hin. «Die Käufer sind noch sehr vorsichtig, aber der Kunstmarkt kommt langsam wieder in Bewegung. Dies geht nicht nur aus den Äußerungen der Galeristen hervor, sondern es lässt sich auch am Geschehen auf den Kunstauktionen ablesen», betonte die ARCO-Direktorin.
Die Messe öffnete am Mittwoch in der spanischen Hauptstadt ihre Pforten für Fachbesucher. Offiziell wird sie an diesem Donnerstag vom spanischen Kronprinzen Felipe und von Prinzessin Letizia eröffnet. Der Sondergast der Kunstmesse ist in diesem Jahr erstmals kein Land, sondern mit der kalifornischen Metropole Los Angeles eine Stadt. An der 29. Ausgabe der ARCO nehmen mehr als 200 Galerien aus 25 Ländern und 3000 Künstler teil.
Die Veranstalter mussten in den vergangenen Wochen allerdings bewegte Zeiten durchstehen. Etwa 70 Aussteller hielten der Messegesellschaft vor, sich in unzulässiger Weise in die Auswahl der Teilnehmer eingemischt zu haben, und drohten mit einem Boykott. Sie lenkten erst ein, nachdem sie ihre Forderungen größtenteils durchgesetzt hatten.
Die Madrider Kunstmesse steckt nach Ansicht der spanischen Presse in einer schweren Krise. «Die ARCO hat stark an Bedeutung eingebüßt und ist von ihrem Glanz der 70er und 80er Jahre weit entfernt», schrieb die Zeitung «El País». Das Konkurrenzblatt «El Mundo» befand: «Die Messe ist überdimensioniert, sie steht unter politischer Einflussnahme und hat überteuerte Preise.» Tags: arco
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