| Von Nazis geraubte Plakatsammlung bleibt in Berlin |
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| Donnerstag, 18. Februar 2010 um 18:55 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Die von den Nazis geraubte Plakatsammlung des jüdischen Arztes Hans Sachs bleibt im Besitz des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin. Das Kammergericht der Stadt bestätigte am Donnerstag in seiner schriftlichen Urteilsbegründung eine entsprechende Entscheidung von Ende Januar.
Der Sammler habe 1966 in einem Brief selbst zum Ausdruck gebracht, dass seine Ansprüche durch die erhaltene Abfindung gedeckt seien, befanden die Richter. Zudem habe sich der Erbe über einen langen Zeitraum nicht gemeldet. Das Museum habe sich in dieser Zeit «in rechtlich schützenswerter Weise» darauf eingestellt, die mehr als 4000 Plakate behalten zu dürfen.
Die Sammlung Sachs gilt als eine der bedeutendsten Kollektionen deutscher Plakatkunst und wird auf mehr als vier Millionen Euro geschätzt. Nach dem Raub durch die Nazis galt sie zunächst als verschwunden, tauchte in einem DDR-Keller aber wieder auf. Sachs-Sohn Peter verlangte seit 2005 die Rückgabe, obwohl sein Vater in den 60er Jahren eine Entschädigung für den Verlust der Sammlung bekommen hatte.
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