| Fotoausstellung gibt Einblicke in Nachbarschaft |
|
|
|
| Donnerstag, 18. Februar 2010 um 20:01 Uhr | ||
Nürnberg (dpa/lby) - Deutsche Normalität ist das Thema der Fotoausstellung «Nachbarschaft», die von Freitag (19. Februar) an im Neuen Museum in Nürnberg zu sehen ist. Es ist eine bebilderte Sozialstudie, für die der Hamburger Fotojournalist Andreas Herzau drei Monate lang in einer neu entstandenen Reihenhaussiedlung in Kaiserslautern gewohnt hatte. Die Schau umfasst 74 Aufnahmen und ist bis zum 5. April zu sehen.
Bildquelle: Andreas Herzau, Deutsche Reihenhaus
Mit Erlaubnis der Anwohner fotografierte Herzau Alltagsmomente, um das tägliche Miteinander in einer Nachbarschaft zu porträtieren. «Von den Nachbarn wurde ich wohlwollend und neugierig aufgenommen», erzählte er am Donnerstag bei einem Ausstellungsrundgang. Die Frage, wie Nachbarschaft stattfindet, sei Motivation für das Projekt gewesen. «Mit dem Mittel der Fotografie habe ich ein Stück weit Soziologie interpretiert», erläuterte Herzau. Im Gespräch mit den Anwohnern habe er deren Auffassung von Nachbarschaft erfahren.
Die Liebe zum Detail und den Stolz der Hausbesitzer habe er ablichten wollen. «Es war mir wichtig, dass die Bilder im Einzelnen funktionieren, dass der Besucher aber die Collage im Hinterkopf behält.» Seine fotografischen Einblicke werden von kurzen Interviewfilmen ergänzt. Dabei erzählen 16 Prominente, darunter Sänger Roger Cicero, Literaturkritiker Denis Scheck und Fußballer Christoph Metzelder, von ihrer ganz eigenen Nachbarschaft.
Mehr zu Andreas Herzau |

























































