| CDU unterstützt Museumsidee von Schorlemer |
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| Samstag, 20. Februar 2010 um 09:26 Uhr | ||
Dresden/Chemnitz (dpa/sn) - In der Regierungskoalition bahnt sich ein Streit über das geplante «sächsische Nationalmuseum» an. Der Vorschlag von Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos), das Museum im künftigen Chemnitzer Landesmuseums für Geschichte unterzubringen, war von der FDP distanziert aufgenommen worden. Die CDU-Fraktion signalisierte nun Unterstützung. Der Vorschlag habe «Charme», die Erweiterung sei eine «reizvolle Vision», erklärte der Abgeordnete und zuständige Arbeitskreis-Chef Günther Schneider am Freitag in Dresden. «In einem zentralen Museum könnte die großartige Geschichte und Kultur Sachsens angemessen ausgestellt werden.»
Schorlemer hatte am Donnerstag den Standort Chemnitz ins Spiel gebracht. In dem bisher als «Haus der Archäologie» geplanten Landesmuseum gebe es «sehr gute Verwirklichungsmöglichkeiten». So könne die derzeit bis zur Industrialisierung Sachsens reichende Ausstellungskonzeption bis zur Gegenwart fortgeschrieben werden. Im Unterschied zu einem gänzlich neuen Museumsprojekt sei in der derzeitigen Lage eine solche Erweiterung mit etwa sechs bis acht Millionen Euro bezahlbar.
Vom Tisch wäre damit ein eigenständiges «Nationalmuseum», wie es die FDP im Landtagswahlkampf 2009 gefordert hatte. Linke und Grüne äußerten sich dennoch ablehnend. Der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Karl-Heinz Gerstenberg nannte den Ausbau des Chemnitzer Landesmuseums in Richtung sächsische Landesgeschichte wenig sinnvoll. Es gebe die Chance, «mit Hilfe von Leihgaben in Chemnitz ein großartiges Haus der Archäologie mit bundesweiter Ausstrahlung zu errichten. Je stärker die sächsische Landesgeschichte akzentuiert wird, umso eher wird das Interesse an der sächsischen Landesgrenze enden», warnte Gerstenberg.
Der Linken-Kulturpolitiker Volker Külow verwies darauf, dass das Wissenschaftsministerium in diesem Jahr knapp 24 Millionen Euro Ausgaben kürzen müsse. «Da erstaunt es schon, dass Frau von Schorlemer mit einem Vorschlag aufwartet, der Mehrkosten in Höhe von acht Millionen Euro mit sich brächte.» |
























































