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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Das Städel im Nationalsozialismus: Widersprüche PDF Drucken E-Mail
Samstag, 20. Februar 2010 um 09:27 Uhr

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Von Inga Radel, dpa

 

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das Frankfurter Städel-Museum treibt die Aufarbeitung seiner Rolle im Nationalsozialismus voran. Nach etwa eineinhalb Jahren Forschungszeit präsentierten Wissenschaftler um Uwe Fleckner, Kunstgeschichte-Professor an der Universität Hamburg, am Freitag auf einem Symposium im Städel erste Ergebnisse. «Ein Museum im Widerspruch» lautete die Erkenntnis Fleckners, der auch an der Forschungsstelle «entartete Kunst» wirkt. Die Direktoren hätten sehr wohl Schuld auf sich geladen, etwa durch aktiven Zugriff auf jüdische Sammlungen im In- und Ausland. Andererseits seien Frankfurter Sammlungen mit «entarteter Kunst» - auch von Juden - im Depot vor der NS-Kulturpolitik geschützt worden.   

 

Einem Bericht von 1946 zufolge seien unter den 16 Mitarbeitern des Städel nur vier NSDAP-Mitglieder gewesen - allesamt waren Hilfsarbeiter. Als private Stiftung hatte das Museum mit Georg Swarzenski bis 1933 einen Direktor, der die moderne, später verfemte Kunst sehr förderte und damit auch wesentlich die überregionale Beachtung der Städelsammlung begründete. Als Jude wurde er 1933 aus seinen städtischen Ämtern entlassen, konnte aber bis 1937 bis zu seiner Emigration in der Stiftung tätig bleiben. Und ein weiteres Beispiel dafür, dass das Städel keine NS-Hochburg war: Alfred Wolters, der Nachfolger Swarzenskis als Leiter der Städtischen Galerie bot dem damaligen Frankfurter Oberbürgermeister seinen Rücktritt an, weil sein Kunstverständnis nicht mit den «Säuberungen» der Sammlung von «entarteter Kunst» 1937 vereinbar war. Auch die Rolle Ernst Holzingers (Direktor des Städelschen Kunstinstituts von 1938 bis 1972) bleibt ambivalent.    

 

Die bisherigen Erkenntnisse der Forschergruppe sollen um die Ergebnisse des sehr gut besuchten Symposiums ergänzt werden und im Frühsommer als Buch erscheinen. Das Städel hat laut Fleckner bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit mit der Hamburger Kunsthalle eine Vorreiterrolle in Deutschland - vor rund acht Jahren richtete das Frankfurter Kunstmuseum eine extra Stelle für «Provenienzforschung» ein. Bisher wurden dabei rund 400 Gemälde des Städel auf ihre Herkunft untersucht und sechs davon zurückgegeben. Städel-Chef Max Hollein betonte, dass die Aufarbeitung ganz bewusst auch mit externer Hilfe betrieben werde. Es sei ein sensibles Thema, weil es auch um Personen gehe.

 

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