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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Zehntausende Objekte in Russlands Museen vermisst PDF Drucken E-Mail
Montag, 22. Februar 2010 um 18:42 Uhr

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Moskau (dpa) - Durch illegalen Verkauf, Diebstahl oder Schlamperei sind in Russland landesweit mindestens 182 700 Kunstgegenstände in den vergangenen Jahren aus Museen und Galerien verschwunden. Manche der Gemälde, Ikonen oder Skulpturen seien später aus undurchsichtigen Gründen in ausländischen Kunsthallen und Auktionshäusern aufgetaucht. Das sagte der Chef einer Regierungskommission, Andrej Bussygin, der russischen Zeitung «Moskowski Komsomolez» (Montag). Das Gremium aus 700 Experten hatte drei Jahre lang den Bestand von 1828 russischen Museen untersucht. Bis auf die berühmtesten Häuser wie den Kreml, das Weltkriegsmuseum oder den früheren Zarensitz bei St. Petersburg gebe es überall Fehlbestände, klagte der stellvertretende Kulturminister.   

 

Das größte Problem sei der Verkauf von Werken zum Beispiel aus dem weltberühmten Kunstmuseum Eremitage noch zu Zeiten der Sowjetunion unter anderem in die USA, sagte Bussygin. «Damit wollte das Land seine Industrialisierung finanzieren.» Ein weiteres Problem sei die lückenhafte Inventarisierung. «Manchmal haben wir Gegenstände, die in einem Museum fehlen, in einem anderen Kunsthaus gefunden.» Vielerorts sei auch die Deponierung dilettantisch, klagte Bussygin. «In Perm haben wir beschädigte Ikonen entdeckt, die das örtliche Museum in einem Glockenturm aufbewahrt. Und in St. Petersburg wurde ein Kellerarchiv mit einzigartigen Stücken schon zweimal überschwemmt.» Viele Museen seien zudem mangelhaft gegen Diebstahl gesichert.   

 

Die Regierungskommission war vom damaligen Kremlchef Wladimir Putin eingesetzt worden, nachdem im August 2006 bei einer Prüfung in der Eremitage in St. Petersburg mehr als 220 Objekte vermisst worden waren, darunter Ikonen und historische Emaille-Arbeiten. Viele der Kunstwerke aus der Eremetage im Gesamtwert von umgerechnet mindestens drei Millionen Euro sollen zu Sammlern ins Ausland geschmuggelt worden sein. Über den Wert der in Russland verschwundenen 182 700 Kunstwerke gibt es bislang nicht einmal Schätzungen.



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