| Neues Ambiente für «weißes Gold» im Dresdner Zwinger |
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| Montag, 22. Februar 2010 um 18:56 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Für zahlreiche historische Stücke der Porzellansammlung wird derzeit ein komplett neues Ambiente im Dresdner Zwinger geschaffen. Die Bauarbeiten in der Bogengalerie «J», dem Tiersaal und der Giebelwand der Langgalerie «N» seien Ende März abgeschlossen, teilte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) am Montag in Dresden mit. In die Neugestaltung nach einem Entwurf des New Yorker Architekten und Designers Peter Marino investiert der Freistaat rund 2,4 Millionen Euro aus Konjunkturpaket II-Mitteln des Bundes.
In der Bogengalerie soll das chinesische und japanische Porzellan des Barockfürsten August der Starke (1670-1733) künftig auf Kamin- Attrappen, Glassockeln und Goldkonsolen an Wänden, Vogelplastiken im Tiersaal «wie in einem Baumgeäst sitzend» auf Goldkonsolen arrangiert werden. Für die Präsentation der fast lebensgroßen Tierplastiken hat der Designer drei stilisierte Felslandschaften geschaffen. Marino hatte schon 2006 die Ostasien-Galerie der Porzellansammlung in einem Mix aus historisierendem Ambiente und modernem Design gestaltet.
Der Zwinger gilt als Höhepunkt der europäischen Barockarchitektur. 1710 hatte Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann den Auftrag zum Bau einer Orangerie erhalten, nachdem zuvor an gleicher Stelle schon ein Holzbau für Festspiele des Hofes von August dem Starken stand. 1719 wurde der Zwinger eingeweiht. Zehn Jahre später kamen hier wertvolle Sammlungen unter. Die Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 zerstörten den Zwinger nahezu komplett. Der Wiederaufbau dauerte bis 1963. Seitdem wird in mehreren Phasen restauriert. |
























































