| Mappus setzt auf Professorin als Kultusministerin |
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| Dienstag, 23. Februar 2010 um 19:39 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg bekommt gut ein Jahr vor der Landtagswahl eine neue Kultusministerin. Die Münchner Professorin Marion Schick, bisher Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, übernimmt das Amt des umstrittenen Kultusministers Helmut Rau (CDU). Die 51-Jährige war knapp acht Jahre lang Präsidentin der Fachhochschule München. Schick soll Mappus helfen, die Wogen in der aufgeheizten Schuldebatte zu glätten.
Der neue Regierungschef wollte die Professorin am Dienstagvormittag der CDU-Landtagsfraktion und danach der Öffentlichkeit vorstellen. Der 59-jährige Rau soll Mappus künftig als Staatsminister in der Regierungszentrale den Rücken freihalten.
Schick war Beraterin der bayerischen Staatsregierung in Zukunftsfragen und wirkte auch wesentlich an einem Papier für eine umfassende Schulreform in Bayern mit. Die Professorin gilt als streitbar. Dies zeigte die 51-Jährige vor allem, als es um Einsparungen im Hochschulbereich ging.
Wie die Deutsche Presse-Agentur weiter aus Koalitionskreisen erfuhr, wird der bisherige Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle (CDU) neuer Agrarminister und damit Nachfolger von Peter Hauk, der nun CDU-Landtagsfraktionschef ist. Weitere Gewinnerin der Kabinettsumbildung ist Umweltministerin Tanja Gönner (CDU), die die Zuständigkeiten für Verkehr bekommt. Bisher gehörte Verkehr zum Innenressort.
Der angeschlagene Finanzminister Willi Stächele (CDU) bleibt zumindest bis zur Landtagswahl im Amt. Sein neuer Staatssekretär wird der bisherige CDU-Fraktionsvize Stefan Scheffold, der sich vor kurzem noch als Fraktionsvorsitzender beworben hatte. Er beerbt Staatssekretär Gundolf Fleischer (CDU), der wegen der Affäre um die angebliche Vorzugsbehandlung von südbadischen Kiesfirmen bei einem Hochwasser-Bauprojekt bereits seinen Rückzug angekündigt hatte.
Sozialministerin Monika Stolz, Wissenschaftsminister Peter Frankenberg und Innenminister Heribert Rech (CDU) behalten ihre Posten. Die von FDP-Politikern besetzten Ressorts Wirtschaft und Justiz werden nicht verändert. An diesem Mittwoch sollen die neuen Regierungsmitglieder vom Landtag bestätigt und anschließend vereidigt werden.
Mit der Personalie Schick geht Mappus einen ähnlichen Weg wie Ex- Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU). Im Juli 1995 hatte der damalige Ministerpräsident an der Spitze einer CDU/SPD-Koalition völlig überraschend die Rheinländerin Annette Schavan (CDU) in die Regierung geholt. Die heutige Bundesforschungsministerin sorgte seinerzeit durch zahlreiche Reformvorhaben und Modellprojekte für frischen Wind in der Schullandschaft. |
























































