| «Aufruhr 1225»: Ausstellung zeigt Mord im Mittelalter |
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| Donnerstag, 25. Februar 2010 um 11:59 Uhr | ||
Herne (dpa) - Das berühmteste und wohl folgenreichsteMordkomplott des Mittelalters im Ruhrgebiet steht im Mittelpunkteiner neuen Ausstellung im Herner Archäologie-Museum. Es geht um dieErmordung des Kölner Erzbischofs Engelbert (1185-1225), für die derHattinger Graf Friedrich von Isenberg verantwortlich gemacht wurde.Der Graf wurde dafür grausam hingerichtet. Die 1,7 Millionen Euroteure Ausstellung zeichnet mit etwa 1000 Stücken neben denhistorischen Ereignissen ein buntes Bild vom Alltagsleben der Zeit.
Attraktion ist ein echter Silberschatz von fast 500 Kilogramm.Soviel hatte das Bistum auf den Kopf des Grafen ausgesetzt. Der TodEngelberts habe die Dominanz Kölns zeitweise gebrochen und lokaleAdelige zu einem Burgen-Bauboom im heutigen Ruhrgebiet animiert,sagte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, WolfgangKirsch, am Donnerstag in Herne bei der Präsentation der Ausstellung.«Das heutige Ruhrgebiet weist mit über 400 Burgen eine der höchstenBurgendichten Europas auf.» Die Schau ist Teil desKulturhauptstadtprogramms. Vom 27.2. bis zum 28.11. werden mehr als80 000 Besucher erwartet.
Internet: www.lwl-landesmuseum-herne.de
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