| Kunst kommt aus Düsseldorf - Quadriennale 2010 |
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| Donnerstag, 25. Februar 2010 um 17:21 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Kunst kommt aus Düsseldorf: Zehn Museen, fünf Kulturinstitute und 33 Galerien der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt haben sich für die zweite «Quadriennale» am Rhein zusammengetan. Unter dem Titel «Kunstgegenwärtig» soll in einem Ausstellungsreigen von Beuys bis Sieverding und Paik bis Zero diegroße Bedeutung der örtlichen Szene für die internationale Kunstentwicklung der Nachkriegszeit deutlich werden, sagte Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe am Donnerstag. Das «Fest der bildenden Kunst» läuft vom September bis zum Januar 2011 und will das breitere Programm-Spektrum der Kulturhauptstadt im Ruhrgebietergänzen.
Das ganz auf die bildende Kunst ausgerichtete Kulturfest hat einen Gesamtetat von rund sieben Millionen Euro; zur ersten «Quadriennale» 2006 waren rund 380 000 Besucher in die Stadt gekommen, sagte der Kulturdezernent.
«Nicht Heimatkunst, sondern Weltkunst» bestimme das am 10. September startende Programm, meinte der Düsseldorfer Ausstellungsmacher Julian Heynen. Zu den Höhepunkten gehört unter dem Titel «Parallelprozesse» eine Dokumentation der höchst komplizierten Arbeit von Joseph Beuys, der in seinem Lebenswerk verschiedenste Medien nutzte. Rund 300 Arbeiten sollen in der ersten großen Schauder dann neu eröffneten Kunstsammlung NRW gezeigt werden.
Zum Beuys-Umkreis gehörte auch der koreanische Video-Pionier Nam June Paik, dessen revolutionäre Medienkunst im museum kunst palastauf dem Prüfstand stehen wird. Die Aktualität des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers untersuchen Kunstverein und Kunsthallein Düsseldorf. Die bedeutende Fotoszene der Stadt steht mitAusstellungen zu Katharina Sieverding oder dem Dialog von Stephen Shore und der «Neuen Fotografie» auf dem Programm.
Unter dem literarischen Titel «Auswertung der Flugdaten» geht esum zehn jüngere Absolventen der Kunstakademie, die den Weg in dieinternationale Szene geschafft haben. Einen ersten Auftritt in derKunstwelt ermöglichen 33 Kunstgalerien bisher noch nie gezeigtenjungen Künstlern. Der Bildhauer und Maler Dirk Skreber möchte direkt am Düsseldorfer Rheinufer einen mindestens 40 Meter hohen Turmaufbauen, damit schwindelfreie Kunstfreunde nach Angaben der Planer«in ungewohnter Sichtweise ihren Standpunkt überdenken können».
Internet: www.quadriennale-duesseldorf.de
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