| Bisher 145 Museums-Sammlungen digitalisiert |
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| Donnerstag, 25. Februar 2010 um 17:21 Uhr | ||
Erfurt (dpa/th) - Ein Bild von Botticelli, eine Porzellan-Figurvon Barlach, die Uniformjacke eines DDR-Grenzsoldaten: Sie gehören zuden 500 Thüringer Museumsgütern, die bisher digitalisiert erfasst wurden. «Im Herbst 2009 sind wir zu diesem Projekt angetreten, das uns wohl noch Jahrzehnte beschäftigen wird», sagte Holger Nowak, Geschäftsführer des Thüringer Museumsverbandes, am Donnerstag in Erfurt. Mit Hilfe des Kultusministeriums habe der Verband eine transportable Fototechnik gekauft, die in den Museen die Kunstgüter dreidimensional erfassen kann. Das Projekt ist Teil der Deutschen undEuropäischen Digitalen Bibliothek, die derzeit aufgebaut wird.
Bisher haben 41 Museen 145 Sammlungen in die Datenbankeingestellt, die im Internet unter www.museum-digital.de/thue/online eingesehen werden kann. «Wir verstehen uns als Koordinierungspunktund Servicestelle für die Museen, die oft auch nicht genug Personal zur wissenschaftlichen Erfassung der Stücke haben», sagte Nowak. Zuletzt waren die zwei Projektmitarbeiter im Keramischen Museum in Bürgel, im Stadtmuseum Pößneck und im Thüringer Volkskundemuseum in Erfurt im Einsatz, um von winzigen Münzen bis zu metergroßen Skulpturen alles zu fotografieren.
In der digitalen Datenbank wird jedes Objekt genau beschrieben. Es gibt Querverweise zu anderen Sammlungen und Forschungsarbeiten. Bei Botticellis «Bild einer vornehmen Frau» etwa aus dem Lindenau-Museum Altenburg wird darauf verwiesen, dass es derzeit in der Großen Botticelli-Schau im Städel in Frankfurt/Main zu sehen ist. Das Bild kann auch heruntergeladen werden, damit es beispielsweise Schüler für Vorträge oder Projektarbeiten nutzen können. Einer kommerziellen Nutzung sei allerdings auf verschiedene Weise ein Riegel vorgeschoben, versicherte der Verband.
Internet: www.museum-digital.de/thue/online
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