| Landestheater fürchtet um seine Zukunft(Mit Bild) |
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| Freitag, 26. Februar 2010 um 16:50 Uhr | ||
Kiel (dpa/lno) - Chorgesang, Trommeln und Trillerpfeifen habennichts genützt: Das schleswig-holsteinische Landestheater muss um seine Zukunft bangen. Kulturminister Ekkehard Klug (FDP) stimmte am Freitag im Landtag auf «schmerzvolle» Einschnitte in den Theaterstrukturen des Landes und der Finanzierung ein. So könne auch das Landestheater nicht mit höheren Mitteln aus dem kommunalen Finanzausgleich rechnen. Damit droht dem Theater mit Spielstätten in Flensburg, Rendsburg, Schleswig und anderen Städten nach eigenen Angaben in der Saison 2011/12 die Zahlungsunfähigkeit.
Um dasabzuwenden, müsste das Musiktheater geschlossen werden. Kritik an Unwirtschaftlichkeit« Das war die Totengräbersitzung für 85 Mitarbeiter des schleswig-holsteinischen Landestheaters», sagte der künftige Intendant Peter Grisebach. Am Morgen noch, als 350 Mitarbeiter vor dem Landtagdemonstrierten, hatte er sich vom Parlament ein gemeinsames Plädoyer für das Landestheater erhofft. Stattdessen musste es Kritik von den Regierungsfraktionen CDU und FDP einstecken.Man habe die vergangenen vier Jahre nicht dazu genutzt, ein Konzept zu entwickeln, das der heutigen Situation angemessen sei, sagte der CDU-Abgeordnete Wilfried Wengler. «Sich jetzt nur hinzustellen und vom Land die Schließung finanzieller Lücken zu fordern, ist zu einfach und zu wenig.»
Kirstin Funke von der FDP warf dem Theater vor, es arbeite nicht wirtschaftlich genug. Dabei erhalte es schon mehr Geld vom Land als etwa das Theater in Lübeck. Grisebach, der von der kommenden Spielzeit an die Leitung übernimmt, wies die Vorwürfe zurück. Das Theater habe sehr wohl wirtschaftlich gearbeitet und fast jedes Jahr eine höhere Eigenkapitaldecke gehabt.
Die Opposition verlangt Erhöhung der Mittel
Die Opposition kritisierte die Haltung von Schwarz-Gelb. «Das Land verabschiedet sich von der Verantwortung gegenüber dem Landestheater», sagte Silke Hinrichsen vom SSW. Gemeinsam mit SPD und Grünen wollte der SSW erreichen, dass die Landesregierung verstärkt mit den kommunalen Spitzenverbänden verhandelt. Ziel: Die jährlichen Mittel aus dem kommunalen Finanzausgleich sollten für drei Jahre dynamisiert, also erhöht werden. Das würde der CDU zufolge 2,2 Millionen Euro kosten. Laut Klug sind die Kommunen dazu nicht bereit. Die Mittel waren 2009 bei 36,7 Millionen Euro eingefroren worden. Das Theater selbst verlangt eine dauerhafte Dynamisierung. Der Betriebsrat überreichte am Morgen Landtagspräsident Torsten Geerdts (CDU) mehr als 29 000 Unterschriften für den Erhalt des Landestheaters. Das Ensemble spielt an 120 Bühnen im Norden und ander Westküste Schleswig-Holsteins. |
























































