| art KARLSRUHE fühlt sich weiter krisensicher |
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| Sonntag, 28. Februar 2010 um 09:05 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa/lsw) - Die Wirtschaftskrise wird die art KARLSRUHE auch in diesem Jahr weiträumig umgehen. «Die Erwartungshaltung ist sehr gut», sagte Messe-Kurator Ewald Karl Schrade vor Beginn der viertägigen Präsentation für Werke der Klassischen Moderne und Gegenwartskunst (4.-7. März). Alle Vorzeichen seien positiv. Nach wievor sei die in Karlsruhe präsentierte Kunst kein Anlageobjekt und keine Spekulationsware.
«Wir haben uns bislang erfolgreich an mittelständischen Kunstsammlern orientiert und werden diesen Kurs weiter halten», sagte Schrade. Unter dem Motto «Eldorado der Kunst» will die siebte Auflage derart in diesem Jahr ausdrücklich Entdeckerlaune bei den Kunstfreunden wecken. Zu Gast sind 208 Galeristen aus zwölf Ländern. Sie präsentieren Malerei, Grafik, Fotografie und Plastik der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst.
Mit Spannung erwartet Schrade vor allem die Reaktionen auf eine Sonderausstellung mit «Zeitgenössischer südafrikanischer Kunst aus privaten Sammlungen». Zum einen sei das Gastgeber-Land der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr von überdurchschnittlichem Interesse. «Zum anderen besteht Kunstvermittlung für mich nicht nur aus Kunstverkauf», sagte der Galerist, der die art KARLSRUHE einst ins Leben gerufen hatte. «Sie ist für mich auch stets eine Horizonterweiterung.»
Eine zweite Sonderausstellung mit dem Titel «Looping Memories» zeigt Arbeiten aus einer Schweizer Videokunst-Sammlung. Computerkunst präsentiert dagegen das Digital Art Museum aus Berlin, das zum ersten Mal mit seiner kommerziellen Sparte, der Galerie DAM, in Karlsruhe zu Gast ist.
Im Gespräch über die dicken Fische im Kunstbetrieb bezeichnete Schrade die art im vergangenen Jahr als «ein Walross, und das läuft». Dieses «Walross» bestückt er in der Auflage 2010 mit deutlich mehr neuen Positionen als in den Jahren zuvor. «Gegenwartskunst nimmt den bislang größten Raum seit der allerersten Messe ein», sagte Schrade im Vorfeld der Schau.
Den Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift erhält in diesem Jahr die Künstlerin Monika Grzymala aus Berlin. Die gebürtige Polin, die am 4. März zum Auftakt der Kunstmesse gewürdigt wird, ist bekannt vor allem für ihre Kunstwerke, die sie mit Papier und buntem Klebeband fertigt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird zum dritten Mal verliehen.
Im vergangenen Jahr hatte die art KARLSRUHE erstmals Kunst in allen vier Karlsruher Hallen des Messegeländes angeboten und damit 42 000 Besucher angelockt - ein Rekord. Zu seinen Erwartungen indiesem Jahr machte Schrade keine Angaben.
Internet: www.art-karlsruhe.de |
























































