| «Amazonen»-Schau in Speyer mit noch nie gezeigten Funden |
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| Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr | ||
Speyer (dpa/lrs) - Den sagenumwobenen Amazonen-Kriegerinnen will das Historische Museum der Pfalz in diesem September eine Ausstellung mit weltweit noch nie gezeigten Exponaten widmen. Dazu gehören Gräberfunde, die von bewaffneten Frauen, «von Reiterkriegerinnen» zeugen, wie das Museum am Montag in Speyer ankündigte. Für 2011 ist eine Schau über die salischen Kaiser geplant, unter deren Herrschaft der Speyerer Dom - das damals größte Gotteshaus des Abendlandes - gebaut wurde. Gezeigt werden unter anderem kostbare liturgische Geräte und wertvolle Handschriften. Zu den Höhepunkten dieses Jahres gehört ferner die Eröffnung einer Druckwerkstatt für Kinder.
Die Ausstellung «Amazonen», die vom 5. September 2010 bis zum 13. Februar 2011 gezeigt wird, befasst sich laut Museum mit der Frage, was hinter dem Mythos des Frauenvolks steckt und wie sich das Amazonenbild im Laufe der Zeit wandelte. Die Ausstellungsmacher versprechen «aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse internationaler Forschungsteams und noch nie gezeigte Funde aus der eurasischen Steppe». Dazu zählt der Fund eines Kriegers und einer Kriegerin aus dem Altai-Gebirge, die beide in der Paraderüstung von Reiterkriegern bestattet wurden. Auch die Frau war mit einer Streitaxt sowie mit Dolch, Pfeilen und Bogen ausgestattet.
Im Mittelpunkt der vom 10. April bis 30. Oktober 2011 gezeigten Salier-Ausstellung steht die Person Heinrichs V., des letzten Kaisers der salischen Dynastie. Er war 1000 Jahre vor der Ausstellung - im Jahr 1111 - in Rom zum Kaiser gekrönt worden und hatte der Stadt Speyer im selben Jahr Privilegien verliehen, die ihre Entwicklung zur freien Reichsstadt einleiteten. «Mit diesen Jahrestagen verknüpft sich die Geschichte Speyers und der Salier in einzigartiger Weise mit der europäischen Geschichte», teilte das Museum mit.
In der Druckwerkstatt, die im Sommer eröffnet wird, sollen Kinder und Jugendliche mit der alten Handwerkskunst des Druckens vertraut gemacht werden. Mit Bleibuchstaben, Farbe und einer Druckerpresse können sie eigene Texte oder Plakate herstellen. Das Museum kündigte außerdem an, dass die im September 2009 eröffnete Mitmachausstellung «Hexen - Krötenschleim und Spinnenbein» wegen großer Resonanz über den Mai hinaus bis 13. Juni 2010 verlängert wird.
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