| Aenne-Biermann-Preis an Berliner Fotografen |
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| Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Für seine Fotoserie «Das Blaue vom Himmel» ist dem Berliner Florian Fischer der 9. Aenne-Biermann-Preis für Gegenwartsfotografie zuerkannt worden. Darin beschäftige er sich mit den 60 Kilometer südlich von Berlin gelegenen «Tropical Islands», teilte das Museum für Angewandte Kunst Gera am Montag mit. Fischer reflektiere den Gegensatz von natürlicher Realität und architektonischer Künstlichkeit und untersuche menschliche Verhaltensmuster in einer nicht alltäglichen Umgebung. Die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung sollte am Abend überreicht werden. Es bewarben sich 204 Fotografen mit 764 Arbeiten.
Der Preis ist nach der am Niederrhein geborenen Fotografin Aenne Biermann (1898-1933) benannt, die in Gera lebte. Die Amateurfotografin sei innerhalb weniger Jahre eine der Großen der Fotografie der 1920/30er Jahren geworden. Der Preis wird seit 1992 alle zwei Jahre von der Stadt vergeben.
Mit einer steigenden Zahl an Bewerbungen vor allem junger Fotografen habe er sich zu einem der wichtigsten Fotopreise in Deutschland entwickelt, erklärte Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD). Er stehe repräsentativ für die Geschichte der deutschen Fotografie in den zurückliegenden 20 Jahren. Das Geraer Museum nimmt Wettbewerbsarbeiten in seine Sammlung auf und dokumentiert damit Tendenzen der Gegenwartsfotografie. Bei der Preisverleihung wird zugleich die Sonderausstellung mit Arbeiten von 15 Künstlern eröffnet.
Dazu gehört die Serie «Garden of Eden» des in Bad Düben (Sachsen) wohnenden Jan Stradtmann. Er erhielt den mit 1500 Euro dotierten zweiten Preis. Stradtmann erkundete nach Meinung der Jury mit feinem Gespür einen kleinen Park in einem Londoner Finanzdistrikt, der täglich zur Zufluchtsstätte gestresster Finanzmakler und Banker wird. Der mit 1000 Euro dotierte dritte Preis ging an Birthe Piontek aus Erftstadt (Nordrhein-Westfalen) für ihre Serie «The Idea of North», in der sie sich mit der Faszination des Lebens in der Einsamkeit des kanadischen Nordens beschäftigt.
Internet: www.gera.de
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