| Kabarettist als Bildkünstler: «Nuhr fotografiert!» |
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| Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr | ||
Ratingen (dpa/lnw) - Den Kabarettisten Dieter Nuhr sieht man häufig vor der Kamera, doch er steht auch gelegentlich dahinter: Dann fotografiert er. Mit einer Auswahl von 90 teils großformatigen Arbeiten stellt nun das Museum der Stadt Ratingen den Comedy-Star erstmals als Bildkünstler vor. Unter dem Titel «Nuhr fotografiert! Fotokunst von Dieter Nuhr» zeigt das Museum Bilder, die der Absolvent der Essener Folkwang-Schule in den vergangenen fünf Jahren von seinen ausgedehnten Auslandsreisen mitgebracht hat. Die Schau bleibt vom 3. März bis zum 2. Mai in der Nachbarstadt Düsseldorfs, anschließend geht sie nach Siegen.
Von einzelnen Menschen ist kaum etwas zu sehen in den Motiven des 49-Jährigen. Seine Bilder aus Indien, Bali, China, Nordkorea, den Vereinigten Staaten oder aus dem Iran blicken frontal auf ein meist sehr geordnetes Stillleben: Eine Ansammlung angestaubter Seifenpackungen hinter schiefen Plastikscheiben in Indien, ein bildfüllendes Sammelsurium von bunten Kochern oder eine zu einem Bild zusammengefügte Massenszene mit Tausenden Menschen aus Nordkorea.
«Menschen stören auf diesen Bildern häufig», sagte der 49 Jahre alte Kabarettist am Montag an seinem Wohnort Ratingen über seine sehr geordnete Bilderwelt. Er setzt mit sehr nüchternem Blick die Warenwelt in Szene, etwa Schaufenster oder die Auslagen eines kleinen Ladens. Aus der Luft gesehen, geraten die geraden Furchen verschneiter Äcker in Deutschland oder die felsigen Welten des Himalaya in Grau und Braun zu abstrakten Kompositionen.
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