| Schreiber ist Interimskurator mit Ambitionen |
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| Freitag, 01. Januar 2010 um 12:50 Uhr | ||
Tübingen (dpa/lsw) - Eigentlich ist Daniel J. Schreiber (44) als Leiter der Kunsthalle Tübingen nur eine Interimslösung - der eigentliche Kurator ist in Elternzeit. Trotzdem will Schreiber seine zwei Jahre nutzten, um die unter schwächelnden Besucherzahlen leidende Kunsthalle wieder auf Kurs zu bringen. Dabei setzt er auch auf seine Erfahrungen im Marketing.
Schreiber hat in München und Hamburg Kunstgeschichte und Philosophie studiert. Er arbeitete für Museen wie die Kunstsammlungen Böttcherstraße Bremen, das Bauhaus Archiv in Berlin, die Kunsthal Rotterdam und das Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Sein Schwerpunkt sind Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst.
Auf der Suche nach Möglichkeiten, mit Kunst eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen, ging er zu einer Marketing-Agentur und machte dort Werbung für Firmen, die mit Kunst gar nichts zu tun haben. Was er dort gelernt hat, will Schreiber jetzt auch in der Kunsthalle anwenden. Vor allem Besucher aus der Region Tübingen will er mit Marketing-Aktionen für die Ausstellungen begeistern. Wenn das klappen sollte und die Besucherzahlen wieder anziehen, macht Schreiber sich sogar Hoffnungen, über seinen Zwei-Jahres-Vertrag hinaus Kurator in Tübingen zu bleiben.
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