| Schau der Homo-Kunst in Warschau geplant |
|
|
|
| Montag, 04. Januar 2010 um 20:08 Uhr | ||
Warschau (dpa) - Mit einer Ausstellung über homoerotische Motive in der Kunst will das Warschauer Nationalmuseum zum Abbau der Vorurteile gegen Homosexuelle in Polen beitragen. Er betrachte den männlichen Akt als einen Code der Homo-Kunst, so wie der weibliche Akt ein Code der heterosexuellen Kunst sei, sagte der Ausstellungskurator Pawel Leszkowicz der Zeitung «Gazeta Wyborcza» (Montag). Er wolle die ganze Kunstgeschichte aus der Sicht der homosexuellen Begierde zeigen. Diese Kunst solle endlich «von Verfolgung, Tabu und Ekel» befreit werden, erläuterte der Kurator. Die Eröffnung der Ausstellung «Ars Homo Erotica», die zur größten Schau dieser Art in Polens Geschichte werden soll, ist im Juni geplant.
Wie Leszkowicz sagte, hatte sich im kommunistischen Nachkriegspolen die Ansicht durchgesetzt, der männliche Körper sei hässlich. Die Darstellung männlicher Geschlechtsteile sei damals als Pornografie verboten worden. Die Aussteller hätten dieses Thema bisher vermieden.
Im Juli soll in Warschau erstmals in Mittel- und Osteuropa das europäische Homosexuellen-Festival EuroPride stattfinden. National- konservative Politiker haben bereits Proteste gegen beide Vorhaben angekündigt. |
























































