| Gängeviertel: Sämtliche Häuser wieder in Nutzung Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Gange |
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| Freitag, 08. Januar 2010 um 18:39 Uhr | ||
Die Initiative „Komm in die Gänge“ ist wieder in die zentralen Gebäude „Fabrik“ und „Druckerei“ eingezogen und kann nun wieder das gesamte Viertel mit ihrem vielseitigen Programm bespielen. Zugleich laufen umfangreiche Sanierungs-, Brandschutz- und Dämm-Maßnahmen, um die historischen Gebäude vor weiterem Verfall zu retten und nutzbar zu machen. Die bisherigen Arbeiten und Investitionen hat die Initiative in Eigenleistung vorgenommen, da die von der Stadt zugesagte finanzielle Unterstützung der Winterfestmachung noch aussteht. Es gibt weiterhin keine Heizung.
Zu den Sanierungsmaßnahmen gehörten der Abtransport von Taubenkot und Sperrmüll, die Reinigung schimmelbefallener Flächen sowie der fach- und denkmalgerechte Austausch maroder Bauteile und die Sicherung einsturzgefährdeter Decken und Dächer. Mithilfe von Kranwägen wurde der Großteil der Dächer provisorisch abgedichtet und die zahlreichen defekten Regenrinnen gesäubert und repariert, so dass nun keine weitere Feuchtigkeit in die Häuser eindringt. In vielen Häusern wurden Strom und Installation neu verlegt und die Wände gestrichen. In den Veranstaltungsräumen hat die Initiative Fenster, Türen und Wände gedämmt, um Lärmschutz zu gewährleisten. Zudem werden bei allen Veranstaltungen Lautstärke- und Zeitbegrenzungen eingehalten.
Zu den Nutzungen im Viertel gehören inzwischen neben Veranstaltungsangeboten wie Ausstellungen, Konzerten, Theater, Führungen, Lesungen und Diskussionen auch eine Holz- Metall-Siebdruck- und eine Fahrrad-Werkstatt, ein Informations-Laden und diverse Galerien, Ateliers und Arbeitsräume.
Parallel zur Sanierung arbeitet die Initiative „Komm in die Gänge“ weiter an ihrem langfristigen Entwicklungs- und Finanzierungskonzept und hat nun auch den Verein “Gängeviertel e.V.” als Rechtsform gegründet, der Spenden annehmen und Mitglieder aufnehmen kann. Auch Unterstützung in Form von Arbeitskraft und Material sind weiterhin sehr willkommen. Seit dem 22. August 2009 ist die Initiative im Gängeviertel aktiv und will die denkmalwürdigen Gebäude auch dauerhaft als öffentliche kulturelle und soziale Räume in Selbstverwaltung nutzen.
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