SOO JUNG CHOI - "No Man's Land"
15. - 31. Januar 2010
neue Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
SOO JUNG CHOI wählt triviale Dinge oder deren Abbildungen aus verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens aus, malt diese in Acrylfarbe ab und setzt sie, aus jeglichem Kontext gelöst, in ihren großformatigen Gemälden und Collagen als strukturierende Elemente und bildliche Darstellungen gleichermaßen ein. Die Motive werden aneinander gereiht, wiederholt und abgewandelt, wobei bestimmte Charakteristika oder sich wiederholende Farbgebungen den atemberaubend vielfältigen Gemälden eine mathematisch strenge Struktur zugrunde legen.
Die Ausstellung "No Man's Land" umfasst im wesentlichen drei Werkgruppen: der zweiteiligen Arbeit "Floccinaucinihilipilification" liegt eine netzartige Struktur in der Komposition zugrunde, die den Betrachter mit ihrem Gewimmel von Hunderten kleiner, farbenfroher Motive in das Labyrinth des Bildes hineinlockt und ihn sich in dessen 'Netz' verfangen lässt. Die Struktur des dreiteiligen Werkkomplexes "Treasure Island" hingegen - eine Collage aus Malerei, Stofffetzen und Wollfäden - basiert auf schematischen Abbildungen tatsächlich existierender Sternbilder, die die Künstlerin in einem Atlas gefunden hat. Ergänzt wird die Präsentation durch ein goldfarbiges, gegen die Hinterwand des Raumes hin hochgezogenes Netz, das die Künstlerin selbst geknüpft hat und das sich mithilfe einer einfachen Lichtquelle als Schattenriss auf dem Boden des Ausstellungsraumes selbst dupliziert.
Soo Jung Choi (*1977, Seoul) ist Stipendiatin des Arts Council Korea im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
THOMAS LEROOY - "Something In Between"
15. - 31. Januar 2010
neue Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
THOMAS LEROOYs Zeichnungen und Skulpturen bedienen sich des kreativen Spiels mit kunsthistorischen Zitaten und Reminiszenzen. Die Ironie, die sowohl in den akkurat ausgeführten Zeichnungen als auch in seinen Skulpturen zu spüren ist, verdankt sich dem geschickten Einsatz symbolträchtiger Objekte wie z.B. Totenschädeln, Spielkartenmotiven oder Skeletten, die er zu oft makaber wirkenden Szenarien kombiniert: so wachsen in Lerooys Werken Rosenblüten aus Skeletten heraus, Zentauren posieren wie artige Schoßhündchen und Putten, die statt Engelslocken Totenschädel tragen, tummeln sich in einer Art Danse Macâbre. Indem Lerooy historische Vorbilder mit allgemein bekannten Symbolen von Vergänglichkeit und Verfall konfrontiert, verzerrt er die überkommene, ursprüngliche Bedeutung eines Monuments mit seinem Ewigkeitspostulat und verleiht ihm einen bitter-ironischen Beigeschmack.
Zentrales Werk der Ausstellung "Something in Between" ist die Skulptur zweier, in ihrer Liebesumarmung in einem Glaskasten 'gefangenen' Putten, die Lerooy in einen Dialog mit mehreren Zeichnungen treten lässt, der die Vielschichtigkeit und Ambivalenz von menschlichen Gefühlen und Beziehungen, das permanente "In Between" und insbesondere die Rolle des Künstlers als Mittler im Hinblick auf die Darstellung dieser Gefühle thematisiert.
Thomas Lerooy (*1981, Belgien) ist Stipendiat der Flämischen Regierung, Brüssel im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
OFFENE ATELIERS
14. Januar 2010, ab 19 Uhr
Wie stets zu Beginn des neuen Jahres bieten wir unseren Besuchern Gelegenheit, Einblick in die Arbeit und die aktuellen Projekte der KünstlerInnen des Internationalen Atelierprogramms zu nehmen.
Die folgenden Ateliers sind am Abend des 14. Januar 2010 für Sie geöffnet:
Wafae Ahalouch el Keriasti (NL), Dafni Barbageorgopoulou (G), Patrick Bernatchez (Québec), Cedric Bomford (CA), Soo Jung Choi (ROK), Martina Hoogland Ivanow (S), Joba Jonathan (NA), Ane Mette Hol (N), Pernille Koldbech Fich (DK), Michael Kutschbach (AUS), Thomas Lerooy (B)**, Dirceu Maués (BR), Tine Oksbjerg (DK), André Romão (P), Chua Chye Teck (SGP), Guy Zagursky (IL).
** Im Atelier von Thomas Lerooy präsentiert Iris van Dongen: "girl overkill #2"
Ebenfalls ab 19 Uhr findet anlässlich der Open Studios erneut ein Sonderverkauf (fast) aller Publikationen statt, die aus der herausgeberischen Aktivität des Künstlerhauses hervorgegangen sind. (Studio 1)
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
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