| Alter Zechenbau wird zum «Gedächtnis des Ruhrgebiets» |
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| Freitag, 08. Januar 2010 um 18:52 Uhr | ||
Essen (dpa) - Als «Gedächtnis des Ruhrgebiets» eröffnet an diesem Wochenende ein neues Museum in der Kohlenwäsche der Essener Zeche Zollverein. In dem riesigen Industriegebäude werden rund 5000 Ausstellungsstücke aus Geschichte und Gegenwart der Region präsentiert, berichtete Museumschef Ulrich Borsdorf am Freitag bei der Vorstellung des Konzepts.
Die Sanierung des Gebäudes, in dem früher die von der Zeche geförderte Kohle gewaschen und aufbereitet wurde, hat rund 55 Millionen Euro gekostet. Der Betrieb schlägt mit jährlich rund sechs Millionen Euro zu Buche. Museumschef Borsdorf erwartet jährlich bis zu 150 000 Besucher. Das neue Museum soll zu einer der Hauptattraktionen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 werden.
Nach der offiziellen Eröffnung am Samstag durch Bundespräsident Horst Köhler kann das Museum am Sonntag bei einem Tag der offenen Tür erstmals besichtigt werden. Der erwartete Besucherandrang soll durch die Ausgabe von 7000 kostenlosen «Grubenmarken» gesteuert werden, die den Zugang zum neuen Museum ermöglichen.
Die Ausstellung auf rund 5000 Quadratmetern vereint ein Naturkunde-, Geschichts- und Archäologiemuseum. Beleuchtet wird die Geschichte der Region von der Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren bis zum heutigen Strukturwandel.
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