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Verbunden mit der Entscheidung über eine Erweiterung der Kunsthalle Bremen initiierte das Bremer Traditionshaus die größte „multilokale“ Ausstellung des Jahres, die bis Ende 2010 zu sehen sein wird. Museumsdirektoren von Kiel bis München, von Chemnitz bis Köln suchten sich Gemälde, Skulpturen und Medienobjekte aus der Kunsthalle Bremen aus, die sie als Noble Gäste ausstellen. 200 Meisterwerke aus der Sammlung sind an mehr als 20 Orten zu sehen, während die Kunsthalle Bremen ihre Wiedereröffnung vorbereitet. „Das Bremer Modell“, so nannte Uta Baier (Die Welt) das Projekt, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. „Statt die Sammlung auf eine Tournee durch die Republik zu schicken, haben wir uns für eine konservatorisch schonende Alternative entschieden, die für die Kunsthalle Bremen den positiven Nebeneffekt hat, an vielen Orten gleichzeitig präsent zu sein“, bekennt Kunsthallen-Direktor Wulf Herzogenrath.
Rückblickend auf das vergangene Jahr fügt er hinzu: „Immer wieder erzählen uns Mitglieder des Kunstvereins in stolzem Ton, wie sie Freunde und Bekannte auf ihren Reisen in andere Städte zu ‚ihren’ Bildern führen. Dieses Echo ist uns eine besondere Freude.“ Für 2010 stellt der Direktor heraus, dass der Erweiterungsbau im Kostenplan bleibt.
Ein Katalog, der in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Museen erstellt wurde, dokumentiert das ungewöhnliche Projekt der Noblen Gäste. Die Gastgeber, darunter die Hamburger Kunsthalle, die Alte Pinakothek in München, das Liebermann Haus in Berlin und das Museum Ludwig in Köln, erläutern darin ihre Werkauswahl. Umfangreiche Farbabbildungen von Exponaten und begleitende Texte gewähren zudem einen repräsentativen Überblick über die Sammlung der Kunsthalle.
Im Herbst kehren die Meisterwerke in ihre Heimat zurück, um zur Wiedereröffnung der Kunsthalle Bremen im Frühjahr 2011 an bekannter Stelle eine neue Hängung zu finden.
Erweiterungsbau
Das Umbau-Projekt beinhaltet die Schaffung von zusätzlichen Räumen sowie eine umfassende Modernisierung des Gebäudes insbesondere in den Bereichen Klima- und Sicherheitstechnik sowie in Bezug auf die Anlieferungszone für Kunstwerke. Die größte optische Veränderung erfährt die Kunsthalle durch zwei moderne, kubische, das alte Gebäude erweiternde Anbauten. Mit dieser baulichen Erweiterung schafft die Kunsthalle Bremen die Voraussetzungen, um auch in Zukunft Ausstellungen der Extraklasse wie zuletzt "Monet und Camille" und "Paula in Paris" durchführen zu können. (2.470 Zeichen)
Katalog: Noble Gäste. Meisterwerke der Kunsthalle Bremen in 22 deutschen Museen
Gäste.
Hachmannedition, Festeinband gebunden, 248 Seiten mit ca. 200 farbigen Abb., 30 x 24 cm,
29,- EUR in den Museen, 33,-EUR im Buchhandel (2009)
Hrsg.: Wulf Herzogenrath, Ingmar Lähnemann
Grußwort: Georg Abbeg, Wulf Herzogenrath, Ingmar Lähnemann
Vorwort: Wulf Herzogenrath
Autoren: Andreas Kreul, Ingmar Lähnemann, et al.
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