| Pott, Pütt und Pommes - ZDF-Show in Gelsenkirchen |
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| Samstag, 09. Januar 2010 um 09:32 Uhr | ||
von Christina Quast, dpa
Gelsenkirchen (dpa) - «Hömma, is dat schön hier», diesen Satz hatte Moderator Markus Lanz einstudiert, um das Publikum zur ZDF-Show «Glück auf, RUHR.2010» im Gelsenkirchener Musiktheater zu begrüßen. Am Freitag holte Lanz eine ganze Fußballmannschaft von Prominenten aus dem Ruhrgebiet auf die Bühne, um mit den «Ruhris» über ihre Heimat zu plaudern. Dabei brachten Hollywood-Star Ralf Möller, Schauspielerin Anja Kruse, «Tatort»-Kommissar Klaus J. Behrendt und Regisseur Sönke Wortmann dem gebürtigen Südtiroler Lanz noch weitere ruhrsprachliche Wendungen bei.
«Die Menschen tragen ihr Herz auf Zunge», erklärte der in London lebende Herbert Grönemeyer zu seiner alten Heimat. Der Sänger wurde für ein Interview von den Proben zur offiziellen Eröffnung der Kulturhauptstadt in Essen zugeschaltet. Die Show drehte sich vor allem um die «Glück auf»-Zeit des Ruhrgebiets. Die zahlreichen Stars erzählten aus ihrer Kindheit oder Jugend, die sich zur Zeit der Zechen abgespielt hat. Außer zur «Pütt» hatte sich Lanz noch einige Gäste zu den Themen Fußball, Ruhrgebietsküche und Integration eingeladen. Die reichten von Schauspieler Claude-Oliver Rudolph mit schwarzer Sonnenbrille und dem Zigarre-rauchenden Rudi Assauer bis zu Lindenstraßen-Star Marie-Luise Marjan und dem ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily.
Um Kulturhauptstadt machte Markus Lanz kaum «Gewese» (Aufhebens), eine Ruhrvokabel, die Marjan dem Moderator näher brachte. Sie durfte zur Ruhrgebietsküche plaudern, während allen «Ruhris» auf der Bühne vom Blutwurstgericht Panhas probierten. Sogar NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der als Rheinländer nur im Publikum saß, musste einen Bissen nehmen. Die Frage wie er mit der Ruhrgebietsküche in Verbindung gekommen sei, kommentierte der in Jeansjacke statt Anzug gekleidete Helge Schneider lapidar: «Weil ich hier aufgewachsen bin». Der Künstler aus Mülheim an der Ruhr holte auch gleich eine Plastikflasche Mineralwasser hervor, weil kein Glas für ihn bereit stand. Mit einem improvisierten Auftritt reihte sich Schneider schließlich in die Riege der Musikgäste ein, zu denen auch die Hagenerin Nena und Sasha aus Soest gehörten. Die inzwischen 25 Jahre alte Pott-Hymne «Bochum», gesungen vom KinderOrchesterRuhr und dem Gelsenkirchener Kinderchor, beendet die live aufgezeichnete Show nach rund zwei Stunden. «Glück auf, RUHR.2010» war am Freitagabend um 22.35 Uhr im ZDF zu sehen.
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