| Roth befürchtet Schließung von Sammlungsteilen |
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| Samstag, 09. Januar 2010 um 09:35 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Generaldirektor Martin Roth sieht durch den anhaltenden Sparkurs der Politik auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in ihrem Bestand gefährdet. Die 24 Millionen Euro, die das Kunstministerium nun einsparen solle, würden wohl auch sie treffen, sagte Roth den «Dresdner Neuesten Nachrichten» (Samstag). Für diesen Fall müsse über «radikale Maßnahmen» wie Schließungen nachgedacht werden, «das wird nicht mehr anders gehen». Einsparungen würden aber auch besonders städtische Museen betreffen, die kein Sprachrohr hätten und öffentlich kaum mit der notwendigen Aufmerksamkeit rechnen könnten.
Für diese Unbekannteren und Kleineren müssten die Großen Partei ergreifen. «Die Kleinen sterben leise, darüber wird nicht großartig geredet.» Von den Stiftungen wisse er, dass immer mehr Museen hilfesuchend vor der Tür stünden. Aktionen wie der angedrohte Verkauf von Exponaten in Hamburg würden zudem zeigen, wie prekär die Situation bereits sei. «Sollte in Dresden eine solche Situation entstehen, stünden wir vor dem kompletten Identitätsverlust. Das wäre nicht der Anfang vom Ende. Das wäre bereits das Ende.»
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