| Institut: Kulturfaktor des Ruhrgebiets lange unterschätzt |
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| Sonntag, 10. Januar 2010 um 09:26 Uhr | ||
Bochum (dpa) - Der Kulturfaktor des Ruhrgebiets ist nach Expertenmeinung lange Zeit unterschätzt worden. Das Ruhrgebiet habe heute eine der dichtesten Museumslandschaften Europas mit über 200 Museen, einer Fülle von Musik und Sprechtheatern, die auch bundesweit Erfolg hätten, sagte der Direktor des Instituts für soziale Bewegungen an der Universität Bochum, Klaus Tenfelde, im «Deutschlandradio Kultur» am Samstag.
Das Ruhrgebiet habe eine ganz eigene Kulturlandschaft hervorgebracht, unterstrich Tenfelde vor der Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt 2010 in Essen. Der Kulturfaktor des Ruhrgebiets sei lange Zeit unter- und zugleich falsch eingeschätzt worden.
Der lange Wandel des Ruhrgebiets habe bereits in den 1950er Jahren mit der ersten Kohlekrise begonnen, schilderte der Instituts- Direktor. Die einst 700 000 Arbeitsplätze in der Schwerindustrie seien auf 70 000 geschrumpft. Der Strukturwandel sei insgesamt eine Erfolgsgeschichte, man müsse aber auf die regionalen Auswirkungen innerhalb des Ruhrgebiets schauen. Der Norden, wo noch eine Reihe von Zechen Kohle förderten, hinke zwar noch weit hinterher, aber im Süden sei der Strukturwandel längst vollzogen, meinte er.
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