| Ruhr 2010: Zehn Projekte der Kulturhauptstadt |
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| Sonntag, 10. Januar 2010 um 09:29 Uhr | ||
Essen (dpa) - «Wandel durch Kultur», lautet das Motto des Kulturhauptstadtprogramms im Ruhrgebiet. Ruhr.2010-Chef Fritz Pleitgen will die Bedeutung kultureller Angebote beim Strukturwandel der einstigen Kohle- und Stahlregion hervorheben. Er setzt bei seinen rund 300 Projekten für das Jahr auf einen Mix aus Hochkultur und Breitenwirkung. Museen, Orchester und Theater der Region sollen zusammenarbeiten. Eine Auswahl von zehn Projekten:
- Theaterprojekt Odyssee Europa: Homers Epos wird in sechs Teilen an zwei Tagen und einer langen Nacht an verschiedenen Theaterbühnen gezeigt. Ähnlich wie Odysseus begibt sich das Publikum auf eine Abenteuerreise - jedoch auch mit Auto oder Bus.
- Henze-Reihe: Mit einer Hommage ehrt das Kulturhauptstadtjahr mit Opern, Ballett-Veranstaltungen, Symphonie- und Kammerkonzerten das musikalische Werk des zeitgenössischen Komponisten Hans Werner Henze. Besonders jungen Zuschauern soll die Neue Musik vermittelt werden. Im Mittelpunkt der einjährigen Werkschau steht die Oper «Gisela oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks», die Henze extra für das Kulturhauptstadtjahr geschrieben hat.
- Day Of Song: Am 5. Juni werden tausende Sänger in mehreren Städten im Ruhrgebiet zum Singen animieren. Um 12.10 Uhr wird überall das gleiche Lied angestimmt. Jeder soll mitsingen. Hunderte Konzerte, darunter auch Live-Orchester-Karaoke und Chöre auf Schiffen werden an dem Tag stattfinden. Das Abschlusskonzert findet in der Veltins Arena in Gelsenkirchen statt, in der 65 000 Sänger auf dem Spielfeld ein Programm von Oper bis hin zu Pop anstimmen.
- Emscherkunst: Mit dem Projekt beginnt am 29. Mai eine Ausstellung auf der Emscher-Insel. An Schleusen, im Kanal oder auf Industriebrachen präsentieren 40 Künstler ihre 20 Werke. Dabei verwandeln sich Faultürme und Klärbecken in Kunstprojekte.
- A 40-Sperrung: Am 18. Juli wird die wichtige Ruhrgebietsautobahn A 40 zwischen Duisburg und Dortmund gesperrt. Unter dem Motto «Still- Leben Ruhrschnellweg» soll sie von 11 bis 17 Uhr zur längsten Tafel der Welt werden. Für das einmalige Kulturfest werden 20 000 Tische auf 60 Kilometern aufgestellt.
- Dortmunder U: Mit der Sanierung des ehemaligen Brauereiturms erhält Dortmund sein Wahrzeichen zurück. Alle Geschosse werden zu einem offenen Raum und Besucher über Rolltreppen die verschiedenen Bereiche vom Erdgeschoss bis zum «Kathedralenraum» begehen. Sowohl ein Museum als auch die FH und Uni Dortmund erhalten im Räume in dem Turm.
- Kulturkanal am Rhein-Herne-Kanal: Mehrere Inszenierungen werden entlang der Wasserstraße ab Mitte März geboten. Lichterfahrten über den Kanal, Ausstellungen am Ufer oder singende Chöre auf Schiffen will der Kulturkanal auf 70 Kilometern von Duisburg über Essen, Herne bis Datteln bieten. Den Abschluss bildet eine Lichtershow am 26. September.
- Im Oktober gibt es Wiegenlieder aus aller Welt. In der Mercatorhalle Duisburg werden Lieder wie «La Le Lu» oder Rock-a-bye baby» zu hören sein. Neben Konzerten sollen auch Symposien, Fotos und Filme die Bedeutung der Schlaflieder zeigen. Im Foyer der Halle darf in einer sogenannten Klangoase geschlummert werden.
- Mapping the Region: Erster gemeinsamer Auftritt von 20 zusammengeschlossenen RuhrKunstMuseen ist das Projekt «Mapping the Region». Leitgedanke der ganzjährigen Ausstellung ist dabei «Wandel durch Kultur
- Kultur durch Wandel», bei der Sammlungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert präsentiert werden.
- Ruhr-Atoll: Vier große Kunstinseln schwimmen zwischen Mai und Oktober auf dem Essener Baldeneysee. Die jeweils 300 Quadratmeter großen Inseln befassen sich unter dem Motto «Kunst ist Energie - Energie ist Bewegung» mit Kunst, Wissenschaft, Energie und Ökologie. Mit Tret- oder Ruderbooten können Besucher die Inseln umschiffen.
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