| Kunstwissenschaftler Klaus Werner ist tot |
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| Dienstag, 12. Januar 2010 um 19:21 Uhr | ||
Leipzig/Berlin (dpa) - Der Kunstwissenschaftler Klaus Werner, der bedeutende Galerien in Berlin und Leipzig leitete, ist tot. Er sei im Alter von 69 Jahren am Freitag gestorben, teilten die Sprecherinnen der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK)und der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig am Dienstag mit. «Wir werden Klaus Werner als eine herausragende Persönlichkeit mit integrativen Fähigkeiten in Erinnerung behalten», hieß es. Der im Erzgebirge geborene Kunstgeschichtler war Gründungsdirektor der GfZK und zwischen 2001 und 2003 Rektor der HGB. Zu DDR-Zeiten leitete er unter anderem die Galerie Arkade des Staatlichen Kunsthandels.
«Er gehörte zu meinen frühesten Förderern und ich verdanke ihm unendlich viel», schreibt der Maler Neo Rauch in einem Nachruf in der «Leipziger Volkszeitung» (Dienstag). «Klaus war eben kein Ideologe, kein Mann des Richtungsstreits, sondern ein Eigentümlichkeitsforscher mit feinem Gespür für die Entwicklungsanlagen des Besonderen.» Er habe auch einen guten Freund verloren, schreibt Rauch.
Werner gilt als einer der wichtigsten Galeristen und Kunstwissenschaftler der DDR. Er war zunächst Referent im DDR- Kulturministerium, dann Initiator des Projekts VEB Zentrum Bildende Kunst in Neubrandenburg und Chef der Druckwerkstätten der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Er habe sich stets für nichtkonforme Künstler eingesetzt und sei wiederholt in seinem Engagement behindert und aus seinen Positionen entlassen worden, hieß es in der Mitteilung der Leipziger Institutionen.
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