| Deichtorhallen mit Hüpfburg für Erwachsene |
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| Dienstag, 12. Januar 2010 um 20:00 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Mit einer riesigen Hüpfburg für Erwachsene wollen die Hamburger Deichtorhallen in diesem Sommer ihre Besucher begeistern. Die Installation «White Bouncy Castle» von Dana Caspersen, William Forsythe und Joel Ryan wird das Internationale Sommerfestival eröffnen. «Auf der 30 Meter langen und 11 Meter hohen Hüpfburg in Form eines Schlosses können sich die Besucher kennenlernen oder sich entspannen», sagte der neue Leiter Dirk Luckow am Dienstag in Hamburg. Weitere Höhepunkte sind eine Ausstellung mit Film- und Videoarbeiten aus der bedeutenden Sammlung der jungen Sammlerin Julia Stoschek (34) im Frühjahr und eine Retrospektive des dänischen Malers Poul Gernes (1925-1996) im Herbst.
Die Frühjahrs-Ausstellung knüpfe an die Tradition der Deichtorhallen an, sozusagen als «Museum auf Zeit» großen Sammlungen einen Rahmen zu geben, sagte Luckow. «In diesem Fall handelt es sich um eine der wichtigsten Sammlungen medial geprägter Kunst in Deutschland», sagte der 50-Jährige. Die Schau erlaube einen «weiblichen Blick auf die zeitgenössische Kunstgeschichte». Zu sehen sind lyrische Arbeiten wie Heike Baranowskys «Mondfahrt» über animierte Filme wie Björks «Wanderlust» bis zu Rauminstallationen von Monica Bonvicini, Anthony McCall und Nathalie Djurberg. Der Däne Poul Gernes könne «als malender Post-Minimalist angesehen werden, welcher nach einem neuen Dialog zwischen Kunst und Öffentlichkeit suchte».
Die Pläne über eine Kooperation mit dem Hamburger Sammler Harald Falckenberg sind dagegen ins Stocken geraten. «Es sieht nicht so aus, dass das in naher Zukunft passieren wird», sagte Luckow. Trotzdem gingen die Gespräche mit der Stadt weiter. Benötigt würden 500 000 Euro pro Jahr für die Unterbringung der Sammlung und eine kuratorische Betreuung. Bei der momentanen Lage des Hamburger Haushalts sei das jedoch schwierig. «Wir hoffen, dass noch irgendwie ein Weg gefunden wird», sagte der Direktor. Die Sammlung Falckenberg sei nicht nur «eine Chance für die Deichtorhallen, sondern für ganz Hamburg». Die bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst ist im Moment in den Phoenix-Hallen in Hamburg-Harburg untergebracht.
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