GASAG übergibt „Kunst im Bau“-Sammlung als Dauerleihgabe an die
Berlinische Galerie
Susanne Kriemann erhält den GASAG Kunstpreis 2010
Zum Auftakt des neuen Jahres geben das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur und die GASAG zwei Kooperationsprojekte bekannt:
Anlässlich ihres Auszugs aus dem Shell-Haus übergibt die Berliner Gaswerke Aktien-gesellschaft die „Kunst im Bau“-Sammlung als Dauerleihgabe an die Berlinische Galerie.
Die Bestände ergänzen sich perfekt, weil sie ihren Fokus auf das aktuelle Berliner Kunstschaffen richten. Während die Berlinische Galerie seit Mitte der 1970er-Jahre neben Werken der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst immer auch Zeitgenössisches gesammelt hat, entstand seit 2002 in Zusammenarbeit mit der Kunstfabrik e. V. die zeitgenössische Sammlung für den Firmensitz der GASAG im Shell-Haus. Zu den rund 40 künstlerischen Positionen zählen Almuth Baumfalk, Armin Bremicker, Sybille Hotz, Patrick Huber, Florian Merkel, Esther Neumann, Sarah Schönfeld, Henrik Schrat oder Caro Suerkemper. Die ortsbezogenen „Kunst im Bau“-Arbeiten werden am 28. Januar letztmalig der Presse und am 30. Januar im Rahmen der Langen Nacht der Museen ein letztes Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Das umfangreiche Konvolut mobiler Werke wird dann im Dialog mit Neuerwerbungen der Berlinischen Galerie vom 5. März bis zum 24. Mai in der Ausstellung „Berlin Transfer“ im Museum präsentiert.
Susanne Kriemann erhält den GASAG-Kunstpreis 2010, der erstmals als Kooperation zwischen der Berlinischen Galerie und der GASAG vergeben wird. Die Partner zeichnen mit dem neu ausgerichteten Preis alle zwei Jahre einen in Berlin tätigen Künstler aus, dessen Schaffen sich an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik bewegt.
Wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisprozesse zu hinterfragen, ist inzwischen zu einem wichtigen Aspekt künstlerischer Arbeit geworden, um Denkanstöße zu geben. So entsteht mit der Ausstellung in der Berlinischen Galerie (30.10.2010 – 01.02.2011), für die Susanne Kriemann ein neues Werk schaffen wird, eine Art „Labor“, in dem künstlerische und wissenschaftliche Kreativität gefördert wird. Die 1972 geborene Preisträgerin überzeugte die Jury aufgrund ihrer rechercheintensiven Arbeitsweise und der Komplexität ihrer Darstellungsformen. Der GASAG Kunstpreis ist mit 10.000 € dotiert und umfasst darüber hinaus einen Katalog sowie eine Einzelausstellung in der Berlinischen Galerie.
Jury für den GASAG Kunstpreis 2010: Dr. med. Alexander Abbushi, Klinik für Neurochirurgie der Charité, Berlin; Prof. Dr. Eugen Blume, Leiter des Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin; Thomas Eller, Künstler, Berlin; Dr. Susanne Witzgall, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste, München und Dr. Thomas Köhler, stellvertretender Direktor, Leiter Sammlungen und Programmplanung, Berlinische Galerie; Beisitzer: Birgit Jammes, Sponsoringkommunikation GASAG, Berlin und Dr. Heinz Stahlhut, Leiter Sammlung Bildende Kunst, Berlinische Galerie
Die Vertragsunterzeichnung für den neuen GASAG Kunstpreis in der Berlinischen Galerie findet im Rahmen der Pressekonferenz statt.
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