| Wowereit: Pietzsch-Sammlung dauerhaft zeigen |
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| Mittwoch, 13. Januar 2010 um 06:00 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) möchte die private Surrealismus-Kollektion des Berliner Sammlerpaares Ulla und Heiner Pietzsch dauerhaft in der Hauptstadt zeigen. «Wir haben ein großes Interesse daran. Die Pietzsch-Sammlung ist eine herausragende Sammlung», sagte Wowereit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch Kulturstaatssekretär André Schmitz unterstützt dieses Bemühen. Er brachte als möglichen Ausstellungsort das Kulturforum am Potsdamer Platz ins Gespräch.
Das Ehepaar ist bereit, der Neuen Nationalgalerie Teile seiner Sammlung zu schenken. Voraussetzung sei jedoch ein Erweiterungsbau der Nationalgalerie, damit die Bilder auch gezeigt werden könnten und nicht in einem Depot lagerten, hatte Heiner Pietzsch gefordert. Am Wochenende war die Ausstellung «Bilderträume» aus der Pietzsch- Kollektion mit Werken von Künstlern wie Max Ernst, Joan Miró, René Magritte, Alexander Calder und Jackson Pollock in der Nationalgalerie zu Ende gegangen. In sieben Monaten hatten sie 190 000 Besucher gesehen.
Dazu sagte Wowereit, der auch Kultursenator ist: «Wenn Berlin die Werke geschenkt bekommt, dann müssen sie natürlich auch in einem adäquaten Rahmen gezeigt werden.» Ob dabei ein Anbau an die Nationalgalerie oder eine andere Präsentationsform die beste sei, das müsse diskutiert werden. Dazu würden Gespräche mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Senatskulturverwaltung und den Mäzenen geführt.
Nach den Worten von Schmitz passt die Pietzsch-Sammlung gut zu dem Plan, das Kulturforum zu einem Zentrum für die Kunst des 20. Jahrhunderts auszubauen. «Hier wäre auch der dauerhafte Ort für die Sammlung Pietzsch», sagte Schmitz dem «Tagesspiegel» (Mittwoch). Die Exponate seien «eine wundervolle Ergänzung der Berliner Sammlungen». Schmitz begrüßte auch die Bemühungen der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Zwischenlösung für die Exponate des Ehepaares Pietzsch in Räumen der Neuen Nationalgalerie zu finden.
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