| Solinger Museum erinnert an Künstler im KZ |
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| Mittwoch, 13. Januar 2010 um 14:19 Uhr | ||
Solingen (dpa/lnw) - Die Bilder des Solinger Künstlers Ernst Walsken (1909-1993) gehören zu den seltenen künstlerischen Dokumenten aus den Konzentrationslagern des NS-Regimes. Einen Überblick über die Zeichnungen, Aquarelle und Papierschnitte Walskens aus KZ-Zeit und späterer US-Gefangenschaft gibt vom 24. Januar bis zum 21. Februar das Museum Baden in Solingen. Die Ausstellung «Ernst Walsken: Warten auf die Freiheit» mit 122 naturgemäß meist kleinformatigen Blättern ist in enger Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Emslandlager im niedersächsischen Papenburg entstanden, teilte das Solinger Museum am Mittwoch mit.
Der politisch links orientierte Künstler und aktive Widerstandskämpfer habe seine Arbeit stets in Auseinandersetzung mit dem Kubismus und der Kunst des Bauhauses geschaffen. Die Hauptmotive Walskens schildern das Lagerleben und bilden die geschundenen Schicksalsgefährten ab.
Zeichnen sei für den Handwerkersohn und Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie stets ein «Ausdruck von Freiheit» gewesen, kommentiert ein Museumssprecher die zeithistorische Schau. Selbst als «Moorsoldat» hinter dem Stacheldraht der Emsland-Lager habe er sich trotz aller Gefahren die künstlerische Arbeit nicht verbieten lassen. Nach Kriegseinsatz im berüchtigten «Bewährungsbataillon 999» der deutschen Wehrmacht geriet der Solinger in US-Gefangenschaft. In einem Kriegsgefangenenlager in den USA bis 1945 zeichnete Walsken erneut - diesmal jedoch im eigenem Atelier und als Lehrer der Lagerschule. |
























































