| Kleve präsentiert erstmals Mataré-Privatsammlung |
|
|
|
| Donnerstag, 14. Januar 2010 um 16:48 Uhr | ||
Kleve (dpa/lnw) - Eine bedeutende Privatsammlung zum Werk des Bildhauers und Grafikers Ewald Mataré (1887-1965) wird im Frühjahr im Museum Kurhaus in Kleve zu sehen sein. Der Lehrer von Joseph Beuys gehört zu den herausragenden Künstlern des Rheinlands im 20. Jahrhundert und gilt als einer der wichtigsten Protagonisten der Klassischen Moderne in Deutschland. Das Museum in Kleve könne jetzt zum ersten Mal überhaupt diese Privatsammlung präsentieren, die in den vergangenen 20 Jahren aufgebaut worden ist und viele Hauptwerke Matarés vereinige, sagte ein Museumssprecher am Donnerstag.
Die vom 14. März bis zum 24. Mai geöffnete Schau zeigt laut Museum über 50 Skulpturen aus allen Schaffensphasen, darunter zahlreiche überaus seltene Werke. «Die früheste Arbeit datiert von 1923, die späteste von 1960. Dadurch ist es möglich, Matarés gesamte künstlerische Entwicklung zu überblicken und die formalen Wandlungen in seinem Werk zu verfolgen», erklärte der Sprecher. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der Darstellung des Tieres, das für Matarés Denken eine zentrale Rolle spielt.
So wird etwa eine ganze Gruppe imposanter stehender oder liegender Kühe und Rinder aus den 1920er Jahren gezeigt. In ihnen dokumentiere sich für den Künstler ein Streben nach einer geschlossenen, in sich ruhenden Form analog zur inneren Ordnung der Natur. Die Ausstellung zeige zudem kunsthandwerkliche Arbeiten, die einen wesentlichen Aspekt von Matarés Schaffen ausmachten. Seit 1988 wird der Nachlass des Künstlers in Kleve bewahrt und erforscht.
Mehr über Ewald Mataré |
























































